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Lance Armstrong: Bestechungsversuch bei der USADA?

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Armstrong soll Anti-Doping-Agentur Spende angeboten haben

09.01.2013, 11:28 Uhr

Lance Armstrong: Bestechungsversuch bei der USADA?. Neue Vorwürfe gegen Lance Armstrong (Quelle: Reuters)

Neue Vorwürfe gegen Lance Armstrong (Quelle: Reuters)

Das riecht nach Bestechung: Der gefallene Radstar Lance Armstrong hat der US-Anti-Doping-Agentur USADA in der Vergangenheit angeblich Spenden über rund 250.000 Dollar angeboten. Das sagte USADA-Chefermittler Travis Tygart in einem Interview der CBS-Sendung "60 Minutes Sports". Der Fahnder ergänzte, dass ein Vertreter Armstrongs seiner Agentur im Jahr 2004 die Summe offeriert habe. Der Anwalt des Ex-Radprofis dementierte.

Doping-Agentur lehnte Armstrongs Spende ab

"Ich war perplex. Für die USADA war das ein klarer Interessenkonflikt. Wir haben nicht gezögert, das Angebot abzulehnen", sagte Tygart, der Armstrongs Umfeld aus Ärzten, Trainern und Fahrern als "Mafia" bezeichnete.

Er hob zudem hervor, dass Armstrong 1999 bei der Tour de France das damals noch nicht zu ermittelnde Dopingmittel Epo benutzt hatte. Dies sei bei Nachtests im Jahr 2005 nachgewiesen worden. "Wir haben sechs Proben überprüft, alle waren positiv", betonte Tygart.

Radsport - Video 
Armstrong beendet Karriere

Im Interview sagte der 39-jährige Radprofi, dass der Abschied diesmal endgültig sei. Video

Armstrongs Anwalt dementiert

Armstrongs Anwalt Tim Herman bestreitet das Spendenangebot allerdings. "Die Geschichte ist nicht wahr. Lance hat heute das erste Mal davon gehört. Er hat niemals solch einen Vorschlag gemacht", sagte er der Zeitung "USA Today".

Zuletzt hatte Herman bereits dementiert, dass sein Klient ein umfassendes Dopinggeständnis in Erwägung zieht, um seine lebenslange Sperre zu verkürzen.

Lebenslange Sperre für den gefallenen Star

Der 41-jährige Armstrong war nach einem Enthüllungsbericht der USADA im Oktober vom Radsport-Weltverband UCI lebenslang gesperrt worden. Die US-Fahnder hatten ihm jahrelange systematische Dopingpraktiken nachgewiesen. Armstrong bekam deshalb auch seine sieben Siege bei der Tour de France aberkannt.

Tygart betonte, dass Armstrong ehemalige Team-Kollegen eingeschüchtert habe, nachdem diese vor Gericht gegen ihn ausgesagt hatten. Er selbst habe während der Untersuchungen anonyme Morddrohungen erhalten.

Lance Armstrong bei Oprah Winfrey

Seine eigene Sicht der Dinge wird Armstrong am 17. Januar der amerikanischen Öffentlichkeit schildern: Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach seiner lebenslangen Sperre wird er sich in der Talkshow der Starmoderatorin Oprah Winfrey äußern. Armstrong hatte stets alle Dopingvorwürfe bestritten und seine Kritiker zum Teil scharf angegriffen. Kürzlich berichtete die "New York Times", der gesperrte Sportler denke über ein Geständnis nach. Offiziell bestätigt wurde dies bislang nicht.

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