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Lance Armstrong: Stationen einer Doping-Vergangenheit

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Lance Armstrong: Stationen einer Doping-Vergangenheit

15.01.2013, 12:02 Uhr | dpa

Lance Armstrong: Stationen einer Doping-Vergangenheit. Lance Armstrong wurde schon in seiner aktiven Zeit des Dopings verdächtigt.

Lance Armstrong wurde schon in seiner aktiven Zeit des Dopings verdächtigt. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Seit seinem ersten Tour-de-France-Sieg 1999 wird der geheilte Krebspatient Lance Armstrong mit Doping-Vorwürfen konfrontiert. 13 Jahre lang hat er geleugnet und dabei keinen juristischen Prozess gescheut.

Am Montag (Ortszeit) soll er nach Medienberichten in der Aufzeichnung der TV-Sendung von Oprah Winfrey, die am Donnerstag ausgestrahlt wird, Doping gestanden haben. Die Nachrichtenagentur dpa zeigt Stationen seiner Doping-Vergangenheit auf.

Nach dem Prologsieg Lance Armstrongs wird bekannt, dass es auffällige Werte bei einem Fahrer gibt. UCI-Chef Hein Verbruggen beeilt sich zu erklären, "der betroffene Fahrer hat ein ärztliche Attest zur Gabe von Kortison vorgelegt". Eine Woche später ist klar, dass der "betroffene Fahrer" Armstrong heißt, der eine kortisonhaltige Salbe gegen Sitzbeschwerden verwendet haben will.

Mit dem Tour-Gesamtsieg gelingt Armstrong 518 Tage nach seiner Hodenkrebs-Diagnose ein sensationelles Comeback. Ein Jahr nach dem Festina-Doping-Skandal hätten sich die Tour-Verantwortlichen eigentlich keinen besseren Sieger wünschen können.

Bei der Tour der Suisse fällt ein Dopingtest Armstrongs auf, EPO-Doping wird vermutet. Die Version der "auffälligen Probe" bestätigt Martiel Saugy, der Laborleiter des Instituts in Lausanne, Jahre später. Armstrong wird nicht belangt und gewinnt die Rundfahrt. Danach spendet er dem Weltverband UCI 125 000 Dollar, die laut UCI für an den Anti-Doping-Kampf verwendet werden.

Unmittelbar vor der Tour de France 2004 erscheint das Buch "L.A. Confidential", in dem die beiden Journalisten David Walsh und Pierre Ballester schwere Doping-Vorwürfe gegen Armstrong erheben.

Armstrong gewinnt zum siebten Mal die Tour de France und beendet danach seine Karriere.

Die französische Sportzeitung "L'Équipe" berichtet, dass in sechs Urinproben Armstrongs aus dem Jahr 1999 das Dopingmittel EPO nachgewiesen wurde. Die Proben waren eingefroren worden und konnten eindeutig Armstrong zugeordnet werden. EPO ist erst seit 2001 nachweisbar.

Eine vom Weltverband UCI eingesetzte Kommission spricht Armstrong von den Doping-Vorwürfen frei. Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA nennt den UCI-Bericht "fast schon lächerlich".

Die französische Anti-Doping-Agentur AFLD schlägt Armstrong vor, die sechs Proben der Tour 1999 nochmals zu testen. Der Amerikaner, der zum Tour-Comeback 2009 rüstet, lehnt das ab.

Armstrongs ehemaliger Teamkollege Floyd Landis gibt öffentlich zu, die meiste Zeit seiner Karriere gedopt zu haben. Der Amerikaner beschuldigt in diesem Zusammenhang auch Armstrong des Dopings. US-Behörden ermitteln gegen Armstrong, der Anfang 2011 zum zweiten Mal seinen Rücktritt als Radprofi erklärt.

Tyler Hamilton ist der nächste ehemalige Teamkollege, der schwere Doping-Vorwürfe gegen den früheren Kapitän erhebt. "Ich sah EPO in seinem Kühlschrank. Ich sah mehr als einmal, wie er es sich gespritzt hat", sagt Hamilton dem TV-Sender CBS.

Die US-Staatsanwaltschaft stellt ihre Doping-Ermittlungen gegen Armstrong überraschend ein.

Die US-Anti-Doping-Agentur USADA klagt Armstrong an. Proben aus den Jahren 2009 und 2010 sollen "vollkommen mit Proben übereinstimmen, an denen Blutmanipulation, inklusive EPO und/oder Blut-Transfusionen vorgenommen wurden." Armstrong wird sofort für alle Wettbewerbe gesperrt.

Armstrong teilt in einem Statement mit, dass er den Kampf gegen die Anschuldigungen aufgibt.

Die USADA schickt ihre Urteilsbegründung an die UCI. Armstrongs langjähriges Profiteam US Postal habe das "ausgeklügelste, professionellste und erfolgreichste Dopingprogramm betrieben, das der Sport jemals gesehen hat", installiert.

UCI-Präsident Pat McQuaid gibt bekannt, dass der Weltradsportverband die Sanktionen der USADA übernimmt. Die UCI streicht damit sämtliche Ergebnisse Armstrongs seit dem 1. Januar 1998, darunter die Erfolge bei den Frankreich-Rundfahrten von 1999 bis 2005. Zudem sperrt die UCI den Texaner lebenslang.

Die TV-Show der amerikanischen Talk-Ikone Oprah Winfrey mit Interview-Partner Armstrong wird aufgezeichnet. Der Ex-Profi soll Medienberichten zufolge darin Doping gestanden haben. Zugleich wolle er laut "New York Times" gegen die UCI aussagen.

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