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Lance Armstrong: internationale Pressestimmen zum TV-Geständnis

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"Kaltblütig, berechnend, zynisch" - Presse rechnet ab

18.01.2013, 12:50 Uhr | sid, dpa, t-online.de

Lance Armstrong: internationale Pressestimmen zum TV-Geständnis. Lance Armstrong (Quelle: dpa)

Lance Armstrong kommt in den internationalen Zeitungen nicht gut weg. (Quelle: dpa)

Am Tag nach dem Doping-Geständnis von Lance Armstrong in der Sendung von Oprah Winfrey beherrscht das Thema die internationalen Zeitungen. Die Beichte des ehemaligen siebenfachen Tour-de-France-Champions wird dabei unterschiedlich aufgefasst, die Bedeutung für den Radsport in viele Richtungen interpretiert.

Eines haben jedoch alle Kommentar gemeinsam: Auch nach dem Geständnis steht Armstrong in keinem guten Licht. Lesen Sie hier die internationale Pressestimmen zum Interview von Lance Armstrong bei Oprah Winfrey.

USA

USA Today: "Nach all den Jahren des Betrugs, der Lüge und Millionen Dollar, die auf dem Schwindel beruhen, blickte Lance Armstrong Oprah Winfrey am Donnerstagabend in die Augen und sagte einfach: 'Halb so wild'."

New York Times: "Bei Winfrey verliert er seinen Eisblick und vergisst seine beißenden Worte [...] Armstrong konnte nicht mehr kämpfen - so wie er es immer getan hat."

Washington Post: "In den ersten 90 Minuten mit Oprah war es Armstrong in hohem Maße bewusst, wie nutzlos er doch in einer Situation ist, bei der Fakten heraus gekitzelt werden."

Frankreich

L'Equipe: "Was Armstrong bestreitet oder verschweigt: Er hat zugegeben, dass er gedopt hat, um die Tour de France gewinnen zu können. Er hat aber seine Rolle im Dopingsystem innerhalb der Mannschaft US Postal heruntergespielt, den hochkontroversen Michele Ferrari verteidigt und jegliche Verschwörung bestritten, eine Positivkontrolle mit Hilfe der UCI vertuscht zu haben."

Italien

La Repubblica: "Armstrong gesteht zwar, bereut aber nichts. Kaltblütig, berechnend, zynisch: Auch im sensationellsten Interview der letzten Jahre bleibt er bis zuletzt sich selber treu. Der Texaner gesteht zwar Doping, er vermittelt aber nicht den Eindruck, dass er wirklich seine Taten bereut."

Gazzetta dello Sport: "Armstrongs Interview ist das wichtigste in der Geschichte des Radsports und des Sports insgesamt."

Corriere dello Sport: "Erschütternde Geständnisse Armstrongs. Das Interview mit Oprah Winfrey ist die letzte und steilste Etappe für den Pyrenäen-Bezwinger."

Großbritannien

The Guardian: "Abgesehen von wenigen Momenten, in denen sich ein kleiner Riss in seinem Panzer bildete, hatte Armstrong stets alles unter Kontrolle. Im Großen und Ganzen hatte er Oprah in der Opposition so unter Kontrolle wie vor Jahren Jan Ullrich."

Daily Mail: "Armstrong kann das Spiel noch immer und führt Oprah seine dunklen Künste vor."

Spanien

Marca: "Armstrong paralysiert die halbe Welt."

AS: "Das exklusive Interview von Lance Armstrong war eine Beichte, wie sie im Buche steht."

Schweden

Aftonbladet: "Früh am morgen schwedischer Zeit legte Lance Armstrong die Karten auf den Tisch. In einem TV-Interview gab der siebenmalige Sieger der Tour de France zu, dass er jedes Mal gedopt war, wenn er gewann. Das sensationelle Geständnis kam nach 13 Jahren voller Dementis, steinharter Gegenattacken und juristischer Angriffe, die Armstrong gegen diejenigen führte, die ihn herauszufordern wagten."

Dänemark

Ekstra Bladet: "Als Lance Armstrong seinen Hodenkrebs überwunden hatte, setzte er sich ein neues Ziel. Den ultimativen Erfolg im größten Radrennen der Welt, der Tour de France. Er schaffte es, sieben Jahre in Folge zu gewinnen, aber jedes Jahr durch den Einsatz von verbotenen leistungssteigernden Mitteln."

Jyllands Posten: "Lance Armstrongs Doping-Eingeständnisse werden als größter Fall der Radsport-Geschichte bestand haben. Aber eine Bombe in dem Sport, der ihn reich und berühmt gemacht hat, lieferte der Amerikaner in keiner Weise."

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