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Lance Armstrong und Co. wurden gewarnt! Verbruggen klagt an

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Verbruggen: Armstrong und Co. wurden gewarnt

23.01.2013, 15:25 Uhr | dpa, sid

Lance Armstrong und Co. wurden gewarnt! Verbruggen klagt an.  (Quelle: imago/PanoramiC)

Gute Freunde unter sich: Lance Armstrong und Hein Verbruggen bei der Tour de France 2002. (Quelle: PanoramiC/imago)

Neue Erkenntnisse im Betrugs-Skandal um Lance Armstrong: Knapp eine Woche nach dem halbgaren Offenbarungseid des wegen Dopings lebenslang gesperrten Ex-Radprofis hat Hein Verbruggen, der schwer belastete frühere Präsident des Radsport-Weltverbandes UCI, mit überraschenden Aussagen für Aufsehen gesorgt. Laut Verbruggen habe Armstrong wie alle anderen Rennfahrer bei verdächtigen Blutwerten vor einer möglichen Doping-Sperre ein Signal von der UCI erhalten.

"Es war sehr hart für mich", sagte Verbruggen im Gespräch mit der Wochenzeitung "Vrij Nederland", "mehr zu wissen, als ich preisgeben darf. Man hat dann natürlich Fragen, die man aber nicht öffentlich machen darf." Unmittelbar nach Armstrongs Beichte hatte Verbruggen noch erleichtert reagiert und mit aller Entschlossenheit bekräftigt, dass "nichts jemals vertuscht worden" war.

Rennfahrer konnten Konsum anpassen

Im Gebäude der UCI mit Sitz in Zürich, dies geht anscheinend aus vertraulichen Dokumenten hervor, soll seinerzeit auch UCI-Mediziner Mario Zorzoli über die auffälligen Blutwerte und eine mögliche Strategie aufgeklärt haben. Dadurch hatten die Rennfahrer die Möglichkeit, ihren Konsum anzupassen und so einem positiven Test zu entgehen. Heute rechtfertigt Verbruggen, der von 1991 bis 2005 dem Verband vorstand, jene äußerst fragwürdige Maßnahmen. "Vielleicht überzeugst du einen, nicht mehr zu dopen. Vielleicht aber auch nicht", sagte er.

Der Weltverband muss sich nicht erst seit Verbruggens Aussagen heftiger Kritik erwehren. Jörg Jaksche, geständiger Doping-Sünder, ist sich sicher, dass die Funktionäre der UCI bestechlich sind. "Ich bin überzeugt, dass Armstrong mit dem Geld (125.000 Dollar, d. Red.) einen positiven Dopingtest vertuscht hat", sagte der 36 Jahre alte Ex-Profi der "Sport Bild". "Für einen Neuanfang braucht man ein neues UCI-Präsidium. Ich habe kein Vertrauen in Pat McQuaid und den Ehrenpräsidenten Hein Verbruggen", bekräftigte Jaksche.

Dekker will auspacken

Derweil will der geständige Dopingsünder Thomas Dekker in vollem Umfang mit der niederländischen Anti-Doping-Agentur kooperieren. Er werde sein ganzes Wissen offenlegen und Namen, Daten und Details nennen, kündigte der Niederländer in einer Stellungnahme auf der Internetseite seines Managements SEG an. "Es gibt viele Details und Menschen, die in meine Doping-Vergangenheit involviert waren. Das alles, auch die Namen jener, die mir geholfen haben, werden genannt", sagte Dekker. Ein erstes Gespräch mit den Verantwortlichen soll in zwei Wochen stattfinden.

Damit könnte wieder Bewegung in den Humanplasma-Skandal kommen. Dekker, der 2009 des EPO-Dopings überführt und für zwei Jahre gesperrt worden war, soll wie eine Reihe weiterer Fahrer des früheren Rabobank-Teams in Wien illegale leistungssteigernde Praktiken angewandt haben. Erst am Wochenende hatten Dekker und Danny Nelissen von organisiertem Doping im Rabobank-Team berichtet.

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