Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Radsport >

"Operación Puerto": Ablauf einer Doping-Affäre

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

"Operación Puerto": Ablauf einer Doping-Affäre

25.01.2013, 16:58 Uhr | dpa

"Operación Puerto": Ablauf einer Doping-Affäre. Ein Screenshot aus einer Videoaufnahme der spanischen Guardia Civil im Jahr 2006.

Ein Screenshot aus einer Videoaufnahme der spanischen Guardia Civil im Jahr 2006. (Quelle: dpa)

Madrid (dpa) - Vor fast sieben Jahren hat die Polizei in Spanien den größten Dopingskandal des Landes aufgedeckt. Mehr als 50 Rad-Profis gerieten unter Verdacht. Spekulationen besagen, dass auch andere Sportler involviert waren.

Am Montag beginnt in Madrid der Prozess gegen den Arzt Eufemiano Fuentes und dessen mutmaßlichen Komplizen. Die Nachrichtenagentur dpa zeigt die wichtigsten Etappen der Affäre auf.

Die spanische Polizei lässt in Madrid ein medizinisches Labor wegen des Verdachts illegaler Praktiken überwachen. Die Ermittler stellen fest, dass der Besitzer Kontakt zu Fuentes und zu Radsportlern hat.

Bei der Durchsuchung mehrerer Gebäude in Madrid und Saragossa stellen die Beamten rund 200 Beutel mit Blutkonserven sowie Apparate für Blutdoping, umfangreiche Karteien und Aufzeichnungen sicher. Der Laborbesitzer José Luis Merino Batres, der Arzt Fuentes, die Rennstallmanager Manuel Saiz und Ignacio Labarta sowie der Ex-Radsportler Alberto León werden festgenommen.

Die Verdächtigen werden gegen Auflagen auf freien Fuß gesetzt.

Es werden die Namen mehrerer Radprofis bekannt, die in den Skandal verwickelt sein sollen, darunter Jan Ullrich, Ivan Basso und Tyler Hamilton.

Das T-Mobile-Team schließt Ullrich unmittelbar vor dem Start der Tour de France aus.

Der Untersuchungsrichter Antonio Serrano nimmt die Ermittlungen auf und beginnt damit, Radprofis als Zeugen zu befragen.

Serrano stellt die Ermittlungen ein, weil nach seiner Ansicht eine gesundheitliche Gefährdung der Sportler nicht nachzuweisen ist. Die Staatsanwaltschaft erhebt Einspruch.

Basso wird in Italien wegen seiner Verwicklung in den Skandal für zwei Jahre gesperrt.

Das Madrider Landgericht entscheidet, dass die Ermittlungen wieder aufgenommen werden müssen.

Die Bonner Staatsanwaltschaft, die Ullrichs illegale Kooperation mit Fuentes nachgewiesen hat, stellt ihre Ermittlungen gegen gegen den einzigen deutschen Toursieger ein. Ullrich, der später vom Internationalen Sportgerichtshof CAS gesperrt wird, zahlt eine Summe in sechsstelliger Höhe an gemeinnützige Institutionen.

Der Richter Serrano legt den Fall "definitiv" zu den Akten.

Der Gerichtspräsident Arturo Beltán ordnet an, die Ermittlungen fortzusetzen und die Verdächtigen vor Gericht zu stellen.

Das italienische Olympische Komitee (CONI) verhängt eine zweijährige Sperre gegen den Spanier Alejandro Valverde in Italien.

Der Internationale Sportgerichtshof CAS bestätigt die Sperre und erklärt sie für weltweit gültig.

Der Verdächtige Alberto León, der Fuentes als Bote gedient haben soll, wird in seiner Wohnung erhängt aufgefunden.

Der Ermittlungsrichter Serrano ordnet an, Fuentes und dessen mutmaßlichen Komplizen anzuklagen und vor Gericht zu stellen. Die Staatsanwaltschaft fordert je zwei Jahre Haft für die Angeklagten.

Das Verfahren gegen den Arzt Merino Batres wird wegen einer Alzheimer-Erkrankung des Angeklagten eingestellt.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal