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Doping: Jetzt spricht Lance Armstrongs Ex-Arzt

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Ferrari verharmlost Armstrongs Dopingpraktiken

26.01.2013, 15:10 Uhr | dpa, sid

Doping: Jetzt spricht Lance Armstrongs Ex-Arzt. Lance Armstrong (Quelle: imago/Sirotti)

Für seinen Ex-Arzt wäre Lance Armstrong auch ohne Doping der dominierende Fahrer seiner Zeit gewesen. (Quelle: Sirotti/imago)

Lance Armstrongs ehemaliger Arzt Michele Ferrari sieht die enthüllten Dopingpraktiken seines einstigen Schützlings nicht als entscheidend für die sieben inzwischen aberkannten Triumphe des US-Amerikaners bei der Tour de France an. "Armstrong hätte auch ohne Doping dieselben Leistungen vollbracht, weil er ein Talent hatte, das deutlich über jenes der Rivalen war", schrieb der skandalumwitterte Mediziner auf seiner Webseite.

"Wenn Armstrong Testosteron in der Weise eingenommen hat, wie seine Teamkollegen berichtet haben, hätte dies lediglich einen Placebo-Effekt gehabt. Die eingenommenen Mengen sind nicht relevant und hätten bestimmt keine Auswirkungen auf Armstrongs Leistungen gehabt", so Ferrari weiter.

Schlüsselfigur im Dopingsystem

Armstrongs EPO-Doping und die Transfusionen mit der von den Teamkollegen berichteten Dosis hätten die Leistungen des Texaners um maximal drei bis sechs Prozent gesteigert, schrieb Ferrari. Der Arzt, der als eine der Schlüsselfiguren in Armstrongs Dopingsystem gilt, war 2004 wegen Sportbetrugs zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Zwei Jahre später belegte der italienische Radsportverband den wegen seiner Praktiken auch als "Dottore Epo" bekannten Ferrari mit einer lebenslangen Sperre und verbot allen italienischen Radprofis eine Zusammenarbeit mit dem Mediziner.

Armstrong erteilt USADA eine Absage

Armstrong selbst hat der amerikanischen Anti-Doping-Agentur USADA hinsichtlich eines tiefergehenden Dopinggeständnisses eine Absage erteilt. Vielmehr plane er, mit Verantwortlichen des Radsport-Weltverbandes UCI oder der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) zu kooperieren. Die USADA habe nicht die Autorität, die Doping-Ermittlungen voranzutreiben, teilte sein Anwalt Tim Herman der USADA in einem Schreiben mit. Die USADA, durch deren Ermittlungen Armstrong erst aufgeflogen war, hatte dem früheren Radstar eine Deadline bis zum 6. Februar gesetzt.

Um das Ziel einer Säuberung des Radsports zu erreichen, müsse die WADA oder die UCI die Gesamtverantwortung tragen, sagte Herman mit. Demnach beabsichtige Armstrong eine Zusammenarbeit mit der von der UCI geplanten "Wahrheits- und Versöhnungs-Kommission", die in Zusammenarbeit mit der WADA agieren soll. Die genauen Eckpunkte des neuen Gremiums sollen am Montag bekanntgegeben werden.

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