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Radsport: Chaos im Team von Gerald Ciolek

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Wetter sorgt für Chaos im Ciolek-Team

19.03.2013, 11:02 Uhr | dpa

Radsport: Chaos im Team von Gerald Ciolek. Schneemänner: Die Radprofis hatten bei Mailand-San Remo mit den Wetterkapriolen zu kämpfen. (Quelle: imago/PanoramiC)

Schneemänner: Die Radprofis hatten bei Mailand-San Remo mit den Wetterkapriolen zu kämpfen. (Quelle: imago/PanoramiC)

Es lief dann doch nicht alles glatt im Team MTN-Qhubeka. Zwar sorgte Gerald Ciolek mit seinem Coup beim Radklassiker Mailand-San Remo für den bisher größten Erfolg in der Geschichte der Mannschaft. Das winterliche Wetter in Italien mit Schnee, Eis und Regen sorgte aber vor allem bei den Profis aus Südafrika für Chaos.

So fuhr ein MTN-Profi zu weit. Ein anderer Rennfahrer aus der zweitklassigen Equipe musste sich derweil ein Taxi nehmen, um ins Ziel zu kommen.

In eine Eisschicht gehüllt

Teamchef Jens Zemke war bei den Wetterkapriolen, die zu einer Rennpause und der Streichung der Passage über den Turchino führten, gefragter denn je. Etwa um sich um Jim Songezo zu kümmern. Der erste dunkelhäutige Südafrikaner bei Mailand-San Remo hatte den Funkspruch über die Rennunterbrechung überhört und fuhr munter weiter.

Als Songezo plötzlich keine anderen Fahrer mehr um sich sah, fragte er bei einem Organisationswagen nach, was los sei. Ein Offizieller schickte ihn dann zurück. Fast komplett in eine Eisschicht eingehüllt, erreichte der Youngster den MTN-Teambus.

Zu kalt, um zu sprechen

Leidgeprüft: Jim Songezo fuhr trotz Rennunterbrechung weiter. (Quelle: imago/Geißer) Leidgeprüft: Jim Songezo fuhr trotz Rennunterbrechung weiter.Noch schlimmer wurde der Tag für Jay Thomson, der just für das Rennen aus dem 35 Grad warmen Südafrika nach Norditalien geflogen kam. Zum Zeitpunkt der Unterbrechung war er so durchgefroren, dass er nicht mehr sprechen und seine Teetasse halten konnte, berichtete Zemke. Nach einer warmen Dusche und mit neuen Klamotten nahm er das Rennen beim zweiten Start wieder in Angriff. 70 Kilometer später musste er dann endgültig absteigen. Zemke wies ihn daraufhin an, auf das letzte Betreuerauto zu warten.

Der sogenannte Besenwagen fuhr aber vorbei, plötzlich kamen dem Südafrikaner ganz normale Autos entgegen. Am Ende musste sich Thomson ein Taxi nehmen und dem Tross für 170 Euro ins Ziel nachfahren.

"Habe mich für Olympischen Winterspiele qualifiziert"

Teamkamerad Ciolek hatte sich da schon längst für seinen Überraschungserfolg bejubeln lassen. Zwar fehlte dem 26-Jährige nach der Tortur die Kraft für eine ausgiebige Feier. Seinen Humor hatte er aber nicht verloren.

"Habe ich mich jetzt eigentlich für die Olympischen Winterspiele qualifiziert", scherzte Ciolek bei Twitter und postete ein Foto, auf dem die Radprofis im dichten Schneetreiben kaum zu erkennen sind.

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