Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Radsport >

Jan Ullrich lehnt Doping-Beichte im Interview weiter ab

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Ullrich: "War auch Teil des Systems" - Keine Beichte

12.06.2013, 16:40 Uhr | dpa

Jan Ullrich lehnt Doping-Beichte im Interview weiter ab. Jan Ullrich geht mit seinem langjährigen Konkurrent hart ins Gericht.

Jan Ullrich geht mit seinem langjährigen Konkurrent hart ins Gericht. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Wieder drucksen, wieder nur schwammige Aussagen: Ex-Radstar Jan Ullrich lehnt es weiterhin ab, eine umfassende Doping-Beichte abzulegen.

In einem Interview der "Sport Bild" sagte der einzige deutsche Tour-de-France-Sieger: "Der Radsport hat sich selbst aufgeklärt. Ich war auch Teil des Systems. Je mehr herauskam, umso besser haben die Leute meine Aussagen von damals verstanden." Er hatte stets betont, niemanden betrogen zu haben. Weil alle das Gleiche gemacht haben, fragte die "Sport Bild"?. "Genau", antwortete Ullrich.

Deutlich klarer bekannte sich der gebürtige Rostocker zur Causa Lance Armstrong. "Lance hat sich zu viele Feinde gemacht. Er wollte immer der Boss sein und hat seine Untergebenen teilweise gnadenlos geführt. Das war schon extrem", kritisierte Ullrich. Der US-Amerikaner, der im Januar zugegeben hatte, bei allen sieben Tour-Siegen gedopt gewesen zu sein, habe dem Radsport einen "Riesenschaden" zugefügt. Dem Texaner wurden alle Titel im Nachhinein aberkannt

"Ich gönne niemandem etwas Schlechtes, auch Lance nicht. Aber ich habe immer gesagt. Lance wird nicht davonkommen. Der liebe Gott richtet alles", sagte Ullrich, der Armstrong bei der Tour de France nie im Gesamtklassement bezwingen konnte.

Im Vorjahr wurde Ullrich vom Internationalen Sportgerichtshof CAS wegen seiner Verwicklung in den Skandal um Dopingarzt Eufemiano Fuentes zu einer zweijährigen Sperre verurteilt, die rückwirkend vom 22. August 2011 an ausgesprochen wurde. Außerdem wurden ihm alle Resultate vom 1. Mai 2005 an gestrichen. Der Olympiasieg 2000 in Sydney und die WM-Titel im Zeitfahren aus den Jahren 1999 und 2001 blieben wie der Tour-Triumph 1997 unangetastet.

Für die Zukunft plane der 39-Jährige eventuell Fahrradtouren durch Frankreich anzubieten. Gesundheitlich gehe es ihm nach überstandener Burn-out-Erkrankung im Jahr 2010 wieder gut. "Zum Glück ging alles glimpflich aus dank meiner Frau und meinen Kinder. Wenn ich allein zu Hause gesessen hätte, weiß ich nicht, was passiert wäre. Meine Familie hat mich gerettet", meinte Ullrich.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal