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Tour de France 2013: Peter Sagan holt ersten Etappensieg

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Voigt-Attacke umsonst - Sagan holt ersten Etappensieg

06.07.2013, 09:01 Uhr | dpa

Tour de France 2013: Peter Sagan holt ersten Etappensieg. Peter Sagan gewann endlich seine erste Etappe in diesem Jahr.

Peter Sagan gewann endlich seine erste Etappe in diesem Jahr. (Quelle: dpa)

Albi (dpa) - John Degenkolb hat kurz vom Sieg geträumt, Jens Voigt vergeblich attackiert - jubeln konnte am Ende Peter Sagan.

Der eigentlich überfällige erste Etappensieg des Slowaken vor Degenkolb und ein langer, aber vergeblicher Ausreißversuch des Berliner Radprofis Voigt prägten die siebte Etappe der 100. Tour de France. Sagan, Gewinner des Grünen Trikots im Vorjahr und auch im Moment fleißigster Punktesammler, konnte sich nach 205,5 Kilometern in Albi nach drei zweiten Plätzen und einem dritten Rang als Tagessieger feiern lassen. Er überspurtete den Tour-Debütanten Degenkolb auf den letzten Metern. Für diesen Triumph hatte das Sagan-Team Schwerstarbeit geleistet.

Trotz des anspruchsvollen Terrains hatten die Sprinter eine Chance gewittert. Aber 44 Kilometer vor dem Ziel stellten die entsprechenden Teams ihre Versuche ein, für ihre schnellen Männer verlorenen Boden auf die Spitze noch aufzuholen. Der Südafrikaner Daryl Impey verteidigte sein Gelbes Trikot.

Das Team RadioShack gehörte auf dem Weg nach Albi zu den aktivsten. Die Ausreißversuche von Voigt und Jan Bakelants konnten dabei als Solidaritätsfahrt für Fränk Schleck verstanden werden. Die Teamleitung hatte dem wegen seiner positiven Dopinganalyse aus dem Vorjahr noch bis 14. Juli gesperrten Profi aus Luxemburg mitgeteilt, ihn nicht weiter zu beschäftigen. Sein Bruder Andy, nomineller Kapitän bei RadioShack, hatte am Morgen beim Start in Montpellier erklärt: "Wenn ich sagen würde, was ich wirklich denke, könnten sie das gegen mich verwenden, um mich auch zu entlassen."

Auf der Tagestour über vier mittelschwere Anstiege wollten die Sprinterteams ihre Stars im Rennen halten. Aber Omega-Quick Step (für Mark Cavendish), Lotto-Belisol (für André Greipel) und Argos-Shimano (für Marcel Kittel) kämpften vergeblich. Ihre Sprintkapitäne holten den Vorsprung zur rasenden Spitze nicht mehr auf. Das Tempo von Cannondale für Sagan war zu hoch. Dem Slowaken sollte der Weg zum ersten Etappensieg - zur Not auch mit der Brechstange - geebnet werden. Die Italiener fuhren auf dem anspruchsvollen Gelände mehr als 70 Kilometer allein an der Spitze.

Der unermüdliche Voigt hatte wieder einmal die Chance beim Schopf gepackt. Der mit 41 Jahren und zehn Monaten älteste Tourteilnehmer war Mitglied einer sechsköpfigen Ausreißergruppe, die sich schon sieben Kilometer nach dem Start gebildet hatte. Wenig später fuhr der Berliner nur noch an der Seite des Franzosen Blel Kadri. Aber der Vorsprung des Duos, im Maximum über sechs Minuten, schmolz unter der unbarmherzigen Sonne bei der Fahrt durch die Region Tarn kontinuierlich. Wenigstens noch einmal konnte der Veteran im Jubel der Fans baden, die an den Anstiegen Spalier standen. Aber 104 Kilometer vor dem Ziel war der Ausflug beendet.

Voigt, der die Tour im Skandaljahr 1998 entdeckte, hat in seinem RadioShack-Leopard-Team freie Hand. Weder der nicht in Topform fahrende Andy Schleck kann exklusive Helferdienste einfordern, noch fährt ein aussichtsreicher Sprinter in den Reihen der Luxemburger.

Zum Tourstart hatte Voigt erstaunlicherweise zu einer Fahrer-Delegation gehört, die bei der Innenministerin Valerie Fourneyron vorgesprochen und um Verschiebung der Veröffentlichung einer Senatserhebung über Untersuchungen zur Tour 1998 gebeten hatte. Der Ruf wurde offensichtlich erhört - der französische Senat will jetzt erst nach der Tour, am 24. Juli, seine Ergebnisse veröffentlichen.

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