Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Radsport >

Tour de France 1998: Jan Ullrich und Erik Zabel mit EPO gedopt

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Ullrich und Zabel aufgeflogen: EPO-Doping bei Tour 98

24.07.2013, 15:12 Uhr | dpa

Tour de France 1998: Jan Ullrich und Erik Zabel mit EPO gedopt. Die deutschen Radprofis Jan Ullrich (r) und Erik Zabel bei der Tour de France.

Die deutschen Radprofis Jan Ullrich (r) und Erik Zabel bei der Tour de France. (Quelle: dpa)

Paris (dpa) - 15 Jahre nach der Skandaltour 1998 sind Jan Ullrich und Erik Zabel als Dopingsünder endgültig entlarvt: Wie der inzwischen verstorbene Gesamtsieger Marco Pantani (Italien) haben auch die deutschen Rad-Helden bei der Frankreich-Rundfahrt 1998 mit EPO gedopt.

Das geht nach übereinstimmenden Medienberichten aus dem Untersuchungsbericht der Anti-Doping-Kommission des französischen Senats hervor. Außerdem flogen die Ex-Weltmeister Mario Cipollini (Italien), Laurent Jalabert (Frankreich) und Abraham Olano (Spanien) auf.

In dem Bericht wurden die Identifikationsnummern der Proben aufgelistet, die durch ein modernes Testverfahren 2004 neu überprüft und von französischen Medien den Fahrern zugeordnet werden konnten. Ähnlich waren bereits die sechs positiven Proben von Lance Armstrong bei der Tour de France 1999 entschlüsselt worden.

Ullrich-Berater Falk Nier wollte zunächst auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa die Nachricht nicht kommentieren. "Ich muss den Bericht erst einmal lesen", sagte Nier. Es sei unklar, ob sich Ullrich zu den neuen Enthüllungen äußern werde. Ullrich hatte bislang nur Eigenblut-Doping beim spanischen Arzt Eufemiano Fuentes gestanden.

Für Zabel ist die Enthüllung nur drei Tage nach dem Ende der Jubiläumstour besonders bitter. Bei seinem Geständnis im Mai 2007 hatte der Ex-Sprinter aus Unna ausgesagt, dass er lediglich bei der Tour de France 1996 das Blutdopingmittel EPO für einen Zeitraum von einer Woche genommen, aber nicht vertragen habe. Der sechsmalige Gewinner des Grünen Trikots war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

Schon lange vor der überfälligen Aufarbeitung der dunklen Vergangenheit war die Tour de France 1998 als Farce in die Geschichte eingegangen. Nachdem beim Festina-Team mehrere Hundert Ampullen EPO gefunden wurden, hatte die Tour-Leitung die französische Mannschaft um Kapitän Richard Virenque im Laufe der Rundfahrt ausgeschlossen. Es folgten Vernehmungen bei anderen Fahrern und Razzien in Hotels. Viele Teams traten die Flucht an. Nur 14 von 21 Mannschaften erreichten damals noch Paris.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal