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Andreas Klier: Ex-Radsport-Profi von "Team Telekom" gibt massives Doping zu

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Radsport  

Ex-Profi Andreas Klier gesteht Doping

16.08.2013, 11:54 Uhr | sid

Andreas Klier: Ex-Radsport-Profi von "Team Telekom" gibt massives Doping zu. Andreas Klier galt früher als Spezialist für die Rundfahrten-Klassiker Europas. Heute leitet er das Team Garmin. (Quelle: imago/Rene Schulz)

Andreas Klier galt früher als Spezialist für die Rundfahrten-Klassiker Europas. Heute leitet er das Team Garmin. (Quelle: Rene Schulz/imago)

Der ehemalige Radsportprofi Andreas Klier hat ein umfassendes Doping-Geständnis abgelegt. Der 37-Jährige war früher für das "Team Telekom" gefahren. "Auf dem Weg in die Spitzenregionen des Sports habe ich den falschen Weg eingeschlagen, das tut mir sehr leid", so Klier. Das Geständnis sei allerdings  "der richtige Weg". Klier betonte deshalb: "Ich übernehme die Verantwortung für meine Verfehlungen und akzeptiere die Strafen, die diese nach sich ziehen."

Klier gab die Einnahme von Epo, Wachstumshormonen, Kortison sowie Bluttransfusionen zu. Die verbotenen Substanzen will er in den Jahren zwischen 1999 und 2006 angewendet haben. Ein Etappensieg bei der Spanien-Rundfahrt 2007 wurde ihm aberkannt. Der Sieg bei Gent-Wevelgem (2003) und der zweite Platz bei der Flandern-Rundfahrt (2005) liegen länger als acht Jahre zurück, sind damit rechtlich verjährt und werden Klier deshalb nicht aberkannt. Die US-Antidoping-Behörde USADA, die für Klier zuständig ist, da der zuletzt für das US-Team Garmin gefahren war, sperrte ihn für sechs Monate.

Klier bleibt sportlicher Leiter beim Team Garmin

Sein Amt als Sportlicher Leiter beim Team Garmin darf Klier ab Februar, nach Ablauf seiner Sperre, aber weiter ausüben. "Ich habe beide Welten kennengelernt und glaube, dass der Radsport heute so sauber wie nie ist", so Klier. Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) lehnte eine Verantwortung für den Fall ab, weil Klier zu den betreffenden Zeiten beim belgischen bzw. spanischen Verband gemeldet war.

Klier ist mit seiner Beichte, nach Tour-Gewinner Jan Ulrich und Sprintspezialist Erik Zabel ein weiterer prominenter Ex-Profi, der im Doping-Sumpf um das ehemalige Spitzenteam steckt. Die amerikanische Anti-Doping-Agentur USADA zeigte sich aber vom offensiven Vorgehen des Deutschen positiv beeindruckt: "Wir befürworten Herrn Kliers Schritt, ein umfassendes und ehrliches Geständnis über die Dopingkultur im Radsport abzulegen", sagte Chefermittler Travis Tygart, der im Vorjahr mit seiner Behörde den ehemaligen Superstar Lance Armstrong des Dopings überführt und zu Fall gebracht hatte.

Den Radsport wieder aufbauen

In der Zukunft möchte Klier "alles dafür tun, um den Sport, den ich so liebe, wieder aufzubauen." Zum Ende seiner Karriere hatte Klier gesagt: "Ich höre auf mit einem breiten Lächeln in meinem Gesicht und mit vielen wundervollen Momenten in meinem Gedächtnis." Doch nach seinem Geständnis wird man sich an ihn nun vor allem als Doping-Sünder erinnern.

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