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Pat McQuaid muss für seine Fehler bezahlen

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Paukenschlag im Radsport  

Pat McQuaid muss für seine Fehler bezahlen

27.09.2013, 15:51 Uhr | sid, dpa

. Abgewählt: Pat McQuaid war acht Jahre lang Präsident des Radsport-Weltverbandes. (Quelle: Reuters)

Abgewählt: Pat McQuaid war acht Jahre lang Präsident des Radsport-Weltverbandes. (Quelle: Reuters)

Herausforderer Brian Cookson hat sich bei der Präsidiumswahl des Internationalen Radsport-Verbandes UCI gegen Amtsinhaber Pat McQuaid durchgesetzt und damit für einen Paukenschlag in der Radsport-Welt gesorgt. Der 62 Jahre alte Brite Cookson bekam die Mehrheit der Delegiertenstimmen und verdrängte seinen irischen Vorgänger damit aus dem Amt. Der Herausforderer bekam 24 Stimmen, McQuaid 18. Die Wahl fand unter chaotischen Umständen statt, demokratische Standards schienen bei den Radsport-Funktionären nicht hoch im Kurs zu stehen.

Der europäische Verband stellte 14 Wahlmänner, Asien und Amerika je neun, Afrika sieben und Ozeanien drei. Für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) ging Bundesjugendwart Toni Kirsch in die geheime Wahl.

McQuaid, dem vorgeworfen wurde, mit seinem Vorgänger Hein Verbruggen das Dopingsystem Lance Armstrong gedeckt und illegal Gelder kassiert zu haben, hat zwei vierjährige Amtszeiten hinter sich. Bis zuletzt kämpfte er vehement um sein Amt.

Die Wahl wird zur Farce

Der eigentlichen Abstimmung waren stundenlange, durch juristische Winkelzüge geprägte Diskussionen vorausgegangen. Eigentlich hätte McQuaid gar nicht kandidieren dürfen, weil er nicht die Nominierung seines Heimatverbandes hatte. Die Iren hatten ihm die Gefolgschaft versagt.

Kurzfristig wurden dann aber Nominierungen für den Iren aus der Schweiz, Marokko und Thailand anerkannt, obwohl sie dem Regelwerk widersprechen. Cookson hatte die Diskussion schließlich beendet und entnervt zur Wahl aufgerufen.

BDR begrüßt das Urteil

"Ich bedanke mich für das Vertrauen und wünsche Pat alles Gute, was auch immer er jetzt machen wird", ließ der neue UCI-Präsident nach der Wahl verlauten.

Der BDR hatte sich Cookson zugewandt und nahm das Votum positiv auf. "Ich begrüße sehr, dass der Kongress sich für einen Neuanfang ausgesprochen hat. Nun müssen auch Taten folgen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Brian Cookson", sagte BDR-Präsident Rudolf Scharping.

Zeitenwende erhofft

Von der Ernennung Cookson verspricht sich der Radsport nun eine Zeitenwende. Vertrauen in den über lange Zeit systematisch dopingverseuchten Sport will der 62-Jährige zurückgewinnen. Für dieses langfristige Ziel wird der Brite zunächst das gesamte Anti-Doping-Management der UCI in die Hände einer vollständig unabhängigen Institution legen, um jegliche Einflussnahme auszuschließen. "Wir hoffen, dass er sein angekündigtes Programm umsetzen wird und das Dopingproblem mit unabhängigen Instanzen lösen wird", sagte Scharping weiter. Cookson sicherte zu, das werde "seine erste Maßnahme" sein.

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