Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Radsport >

Tour de France: Etappenplan für 2014 vorgestellt

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Ein Auftakt für Kittel  

Tour 2014 startet mit Sprinter-Etappe

23.10.2013, 17:20 Uhr | dpa

Tour de France: Etappenplan für 2014 vorgestellt. Protagonisten: Christopher Froome, Rui Costa, Marcel Kittel, Mark Cavendish und Christophe Riblon (von links), die 2013 allesamt bei der Tour erfolgreich waren, bei der Präsentation der neuen Strecke. (Quelle: dpa)

Protagonisten: Christopher Froome, Rui Costa, Marcel Kittel, Mark Cavendish und Christophe Riblon (von links), die 2013 allesamt bei der Tour erfolgreich waren, bei der Präsentation der neuen Strecke. (Quelle: dpa)

Die 101. Tour de France beginnt am 5. Juli 2014 ganz nach dem Geschmack des diesjährigen Sprinter-Königs Marcel Kittel - mit einer Flachetappe in England. "Ich freue mich auf den Start in Leeds. Mein Auftakterfolg in diesem Jahr hat mir viel Motivation gegeben. Vielleicht läuft es genauso wie auf Korsika", sagte der vierfache Etappensieger der 100. Jubiläumsausgabe bei der Präsentation der neuen Strecke in Paris. Im allgemeinen dürfte die neue Frankreich-Rundfahrt wieder etwas für die kletterstarken Radprofis werden. Insgesamt werden auf den 21 Etappen 25 Anstiege zu meistern sein.

Der erste Tagesabschnitt führt von Leeds über 191 Kilometer nach Harrogate und bietet kaum topographische Schwierigkeiten. Drei Tage ist die britische Insel Gastgeber für den "Giganten des Weltsports", wie Tour-Direktor Christian Prudhomme die Frankreich-Rundfahrt nannte. Die Tour 2014 endet nach 3656 Kilometern am 27. Juli traditionell auf den Champs Elyseés in der französischen Hauptstadt.

Nur ein Zeitfahren

Fünf Bergankünfte, aber nur ein Zeitfahren über 54 Kilometer in Bergerac (20. Etappe) stehen auf dem Streckenplan. Wie immer wurde der neue Parcours in feierlichem Rahmen im Palais des Congrès bekanntgegeben - und der diesjährige Gesamtsieger Christopher Froome schien zufrieden. "Mehr Zeitfahr-Kilometer wären mir zwar lieber gewesen, aber der Kampf gegen die Uhr ist sehr lang und wird für große Zeitabstände sorgen", sagte der Brite. Er gilt sowohl als sehr starker Kletterer und Zeitfahrer. "Die Schlüsseletappe ist für mich die zur Planche des Belles Filles", sagte Froome, der keine Hauptkonkurrenten nennen wollte.

Kopfstein-Pflaster "ein großes Risiko"

Der Bradley-Wiggins-Nachfolger will im kommenden Jahr mit seinem zweiten Erfolg für den dritten Toursieg eines Briten in Serie sorgen. Er warnte vor den Kopfsteinpflaster-Passagen auf der fünften Etappe, wenn die Tour auch einen Abstecher nach Belgien macht: "Das ist ein großes Risiko".

Für Kittel könnte die Tour 2014 so beginnen wie die vorangegangene Auflage: Mit seinem Doppelsieg. Der erste Tagesabschnitt verspricht wie im Vorjahr auf Korsika wieder ein Leckerbissen für die Sprinter zu werden. An die Mittelmeerinsel hat Kittel beste Erinnerungen: Durch seinen Auftaktsieg in Bastia hatte er sich auch das erste Gelbe Trikot gesichert. Danach siegte er noch dreimal, zum Abschluss im Finale in Paris.

Zielsprint vor Cavendishs Wohnung

"Die erste Etappe ist für mich wahrscheinlich die wichtigste, aber auch auf den Champs Elyseés würde ich am liebsten wieder punkten", sagte der Thüringer, fein gemacht im dunklen Anzug. Aber auch sein großer Widersacher Mark Cavendish hat sich die erste Etappe rot angestrichen. "Ich will dort das Gelbe Trikot holen, 50 Meter vom Zielstrich entfernt haben wir eine Wohnung", erklärte der Brite in Paris.

Nach dem Tour-Auftakt in England mit weiteren Etappenzielen in Sheffield und London geht es 2014 mit der vierten Etappe in Nordwestfrankreich weiter. Am darauffolgenden Tag führt die Tour-Strecke über neun Kopfsteinpflaster-Passagen des Klassikers Paris-Roubaix. Dann nimmt sie Kurs auf die Vogesen mit der ersten schweren Bergetappe und die Alpen. Der traditionelle Anstieg in die Skistation L'Alpe d'Huez steht diesmal nicht im Streckenplan.

Martin konzentriert sich auf vorletzte Etappe

In umgekehrter Reihenfolge der Tour-Version 2013 folgen nach den Alpen die Anstiege in den Pyrenäen. Das einzige große Zeitfahren, auf das der dreifache Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin sein besonderes Augenmerk legt, steht erst am vorletzten Tag auf dem Programm und dürfte die Tour 2014 spätestens entscheiden.

Martin verfolgte die Präsentation aus dem Urlaub und meldete sich via Facebook. "Ich werde mich, was einen Etappensieg betrifft, vor allem auf den vorletzten Tag konzentrieren", teilte der Zeitfahr-Spezialist mit. Er habe Respekt vor dem Kopfsteinpflaster. "Vor Jahren mussten wir bei der Tour schon einmal über ein paar Sektoren. Damals hatte ich keinerlei Erfahrung mit Pflaster und bin im Rennen dann direkt gestürzt", meinte Martin weiter. Seine letzten beiden Tour-Auftritte begannen mit Stürzen. Sein 2012 gebrochenes Kahnbein in der Hand werde in einer Operation Anfang nächster Woche gerichtet, erklärte der Radprofi.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal