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Danilo di Luca: "90 Prozent der Giro-Teilnehmer sind gedopt"

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Dopingsünder Danilo di Luca  

"90 Prozent der Giro-Teilnehmer sind gedopt"

22.01.2014, 12:27 Uhr | sid

Danilo di Luca: "90 Prozent der Giro-Teilnehmer sind gedopt". Danilo di Luca wurde 2009 zum ersten Mal positiv auf das Dopingmittel Cera getestet. (Quelle: imago/Sirotti)

Danilo di Luca wurde 2009 zum ersten Mal positiv auf das Dopingmittel Cera getestet. (Quelle: Sirotti/imago)

Ausgerechnet der lebenslang gesperrte Radprofi und mehrfach überführte Doper Danilo Di Luca fordert, im Kampf gegen unerlaubte Leistungssteigerung das Handtuch zu werfen. "Es ist unmöglich, ohne Doping unter die ersten Zehn des Giro d'Italia zu kommen. 90 Prozent der Giro-Teilnehmer nehmen meiner Ansicht nach verbotene Substanzen ein. Die Legalisierung des Dopings wäre die beste Lösung", sagte der 38-Jährige dem TV-Sender "Italia 1".

Nach all den Skandalen der letzten Jahre finde der Missbrauch inzwischen unter größter Geheimhaltung statt. Lediglich zehn Prozent der Starter der Italien-Rundfahrt seien sauber. Für die sei der Giro aber nicht von Interesse, weil sie sich auf andere Rennen vorbereiten würden, erklärte Di Luca. Der Giro-Sieger von 2007 war 2013 vorzeitig aus dem Wettbewerb genommen worden, weil eine positive Epo-Probe vom 29. April bekannt geworden war.

Di Luca: Zum ersten Mal Doping mit 20

Zuvor war bei Di Luca während des Giro 2009 das Dopingmittel Cera nachgewiesen worden. Nach seinem Gesamterfolg 2007 wurde er zudem als Patient des mutmaßlichen Dopingarztes Carlo Santuccione mit einer Sperre belegt. Zum ersten Mal habe er mit 20 Jahren Dopingsubstanzen eingenommen, sagte Di Luca in dem Interview.

"Ich sah Kollegen, die von einem Monat zum anderen stärker als ich wurden", berichtete er. Doping habe bei ihm keine gesundheitlichen Probleme verursacht: "Doping ist keine Droge, man wird davon nicht abhängig. Wenn Dopingmittel auf richtige Weise eingenommen werden, schaden sie dem Organismus nicht."

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