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Doppel-Olympiasieger Robert Bartko beendet seine Karriere

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"Habe jeden Tag genossen"  

Doppel-Olympiasieger Bartko beendet seine Karriere

27.01.2014, 13:05 Uhr | sid

Doppel-Olympiasieger Robert Bartko beendet seine Karriere. Nach dem Berliner Sechstage-Rennen will Robert Bartko seine Karriere beenden. (Quelle: dpa)

Nach dem Berliner Sechstage-Rennen will Robert Bartko seine Karriere beenden. (Quelle: dpa)

Als Bahnradfahrer hatte Robert Bartko sein Ziel immer im Blick, jetzt hat der Doppel-Olympiasieger von Sydney die Schlussgerade seiner erfolgreichen Karriere erreicht: Der 38-Jährige tritt am 5. Februar nach 30 Jahren Radsport zurück - und das mit einem überragenden Fazit: "Ich habe jeden Tag genossen", sagte Bartko.

Momentan fährt der zweifache Gold-Gewinner von Sydney 2000 und viermalige Weltmeister noch beim Berliner Sechstage-Rennen, nach den Kopenhagener Sixdays will der Potsdamer sein Rad endgültig abstellen - zumindest als Profi.

Der Sportsoldat war bei der Bahnrad-WM 1998 erstmals einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden, als er in der Mannschaftsverfolgung Silber und in der Einerverfolgung Bronze gewann. Es folgten zwei Goldmedaillen bei der WM 1999 und jeweils ein Einer-Sieg 2005 und 2006.

"Sydney war der Höhepunkt"

Bartkos Highlight waren aber die beiden Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen 2000. In Sydney hatte er in der 4000-Meter-Mannschaftsverfolgung zusammen mit Guido Fulst, Daniel Becke und Jens Lehmann gewonnen, in der Einerverfolgung seinen Teamkollegen Lehmann im Finale bezwungen: "Sydney war vom sportlichen Erfolg der Höhepunkt, aber ich habe immer Spaß gehabt."

Seinen erfolglosen Ausflug auf die Straße bezeichnet der Vater zweier Söhne im Nachhinein als "Abenteuer, das nicht so funktioniert hat, wie ich es mir vorgestellt habe". Groß analysiert hat er seine Zeit beim Team Deutsche Telekom und bei Rabobank zwischen 2001 und 2004 aber nicht: "Manche Sachen kann man gut, manche nicht."

Bartko erhält Fair-Play-Plakette

Fair Play konnte er gut. Beim Sechstagerennen in Berlin 1995 war Bartko im Zweikampf mit dem Schweizer Bruno Risi gestürzt und als Zweiter über die Ziellinie gerutscht. Die 12.000 Fans vermuteten eine unfaire Attacke Risis und pfiffen laut, bis der Potsdamer das Mikrofon ergriff: "Das war ein sauberer Spurt, ich habe einen Fahrfehler gemacht, Bruno ist der richtige Sieger." Die Deutsche Olympische Gesellschaft belohnte die Geste mit ihrer Fair-Play-Plakette.

Zum Ende seiner großen Karriere hatte Bartko im vergangenen März auch eine tragende Rolle in den Verbandsstrukturen des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) angestrebt, in einer Wahl um den Posten des Vize-Präsidenten Leistungssport aber gegen Amtsinhaber Günter Schabel verloren. Der Potsdamer, der auch weiterhin aktiv auf dem Rad trainieren will, wird seinem Sport in Zukunft trotzdem als Funktionär verbunden bleiben: "Als Verantwortlicher für Leistungssport im LSB Berlin werde ich meinen Teil dazu beitragen, dass auch in Zukunft junge Sportler mit Hilfe der Sportstrukturen ihren Traum verwirklichen können." Zudem will Bartko sein Sportmanagementstudium beenden - und endlich mehr Zeit für seine Familie haben.

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