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Lance Armstrong nennt Hintermänner des Doping-Skandals

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Unter Eid  

Doping-Sünder Armstrong nennt Hintermänner

10.04.2014, 16:00 Uhr | dpa, sid

Lance Armstrong nennt Hintermänner des Doping-Skandals. Lance Armstrong soll erstmals umfassend ausgepackt haben. (Quelle: dpa)

Lance Armstrong soll erstmals umfassend ausgepackt haben. (Quelle: dpa)

Lance Armstrong soll unter Eid ausgepackt haben und weit über sein TV-Doping-Geständnis im vergangenen Jahr hinausgegangen sein. Wie die Zeitung "USA Today" berichtet, habe der ehemalige Rad-Star im Betrugsprozess mit einer Versicherungsgesellschaft die Namen der an dem Skandal beteiligten Personen genannt.

Später einigte sich der 42-Jährige mit der "Acceptance Insurance Company" außergerichtlich. Teil des Deals soll auch gewesen sein, dass die Aussage Armstrongs unter Verschluss bleiben sollte. Nun wurde die schriftliche Aussage aber doch publik.

Bruyneel und Ferrari wussten alles

Es wäre das erste Mal, dass Armstrong selbst über seine Hintermänner Auskunft gibt. Bei seinem öffentlichkeitswirksamen Geständnis in der Talkshow von Oprah Winfrey im Januar 2013 hatte er sich dazu nicht geäußert.

Dem Bericht zufolge beschuldigte der US-Amerikaner in seiner Aussage unter anderem seinen ehemaligen Leibarzt Michele Ferrari, ihn mit Dopingmitteln versorgt zu haben. Als Botin hätte seine Physiotherapeutin Emma O'Reilly fungiert. Auch Armstrongs ehemaliger Teamchef und Mentor Johan Bruyneel soll alles gewusst haben.

Wirklich neu sind diese Namen allerdings nicht. Alle genannten Personen wurden bereits mit dem System in Verbindung gebracht und wurden teilweise auch bereits von der US-Anti-Doping-Agentur USADA gesperrt. Bis heute weist ein Teil der Beschuldigten, darunter auch der mittlerweile zurückgetretene Bruyneel, die Vorwürfe allerdings zurück. .

Armstrong: Beim Comeback clean gewesen

Trotz seiner Offenbarungen kann der 42 Jahre alte Ex-Profi nicht darauf hoffen, dass seine lebenslange Sperre aufgehoben wird. Darauf hatte Brian Cookson, Präsident des Radsport-Weltverbandes UCI, am Rande des Sportkongresses in Belek hingewiesen.

Armstrong, dessen sieben Toursiege von 1999 bis 2005 aberkannt worden waren, blieb dabei, in seinen Comeback-Jahren 2009 und 2010 "clean" gewesen zu sein. Auch bestritt der einstige siebenmalige Tour-de-France-Sieger, dass er Personen dafür bezahlt habe, über seine Dopingpraktiken zu schweigen.

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