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Radsport  

Armstrong sieht sich weiter als Tour-Champion

25.04.2014, 12:37 Uhr | dpa

Armstrong sieht sich weiter als Tour-Champion. Ex-Radstar Lance Armstrong wehrt sich gegen eine Prämienrückzahlung.

Ex-Radstar Lance Armstrong wehrt sich gegen eine Prämienrückzahlung. Foto: Daniel Barry. (Quelle: dpa)

Austin (dpa) - Dopingsünder Lance Armstrong sieht sich trotz der Aberkennung all seiner Erfolge weiter als siebenmaliger Sieger der Tour de France.

"Ich denke, dass ich die Rennen gewonnen habe", sagte der Texaner in einem Interview des Magazins "Outside" und ergänzte: "Ich weiß, dass es keine populäre Aussage ist, aber die Realität ist, dass es eine schmutzige Zeit war. Es war eine Art Wettrüsten. Wir haben alle das Spiel mitgemacht."

Die sieben Jahre in den Siegerlisten frei zu lassen, sei "ein Fehler" und "respektlos gegenüber dem Sport", meinte Armstrong. "Wenn ich nicht gewonnen habe, dann benötigen wir einen anderen Sieger." Man solle die anderen Fahrer fragen, was sie denken. "Ich glaube, dass ich die Antwort kenne", sagte der 42-Jährige, der sich wenig reumütig zeigte. Auf die Frage, was er dem Radsport hinterlassen habe, antwortete er: "Darüber habe ich nicht viel nachgedacht. Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung, was die Zukunft bringt."

Armstrong war Ende 2012 wegen seiner langjährigen Dopingpraktiken lebenslang gesperrt und sein Name aus den Siegerlisten gestrichen worden. 2013 legte der langjährige Rivale von Jan Ullrich schließlich ein Geständnis ab.

Armstrong ist derweil mit einer Klage gegen die Wiedereröffnung eines Berufungsverfahrens in Bezug auf eine mögliche Rückerstattung von Sponsoreneinnahmen gescheitert. Das Berufungsgericht erklärte sich in dieser Angelegenheit für nicht zuständig.

Damit geht die juristische Auseinandersetzung zwischen Armstrong und der US-amerikanischen Versicherungsgesellschaft SCA Promotions in die nächste Runde. SCA fordert von Armstrong die Rückzahlung von Bonuszahlungen in Höhe von zwölf Millionen Dollar. Armstrongs Anwälte berufen sich indes auf eine Klausel aus dem ursprünglichen Urteil von 2006, wonach der Fall nicht wieder aufgerollt werden kann.

Das Unternehmen aus Dallas hatte sich einst geweigert, 7,5 Millionen Dollar für den Gewinn seines sechsten Sieges bei der Frankreich-Rundfahrt 2004 an Armstrong zu überweisen. Es kam zum Prozess, in dem Armstrong schwor, keine leistungssteigernden Mittel eingenommen zu haben. Das Gericht glaubte damals dem Ex-Profi. SCA musste letztendlich die Prämie zahlen. Anfang des vergangenen Jahres hatte Armstrong ein umfassendes Dopinggeständnis abgelegt, nachdem ihm bereits alle Toursiege im Zuge des Verfahrens durch die amerikanische Anti-Doping-Agentur USADA aberkannt worden waren.

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