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Tour de France 2014: Chris Froome gibt Versprechen vor Start

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Tour de France 2014  

Gefeiert wie Popstars - Versprechen von Froome vor Start

05.07.2014, 09:35 Uhr | dpa

Tour de France 2014: Chris Froome gibt Versprechen vor Start. Christopher Froome steht beim Tour-Start auf der Insel besonders im Fokus.

Christopher Froome steht beim Tour-Start auf der Insel besonders im Fokus. Foto: Nicolas Bouvy. (Quelle: dpa)

Leeds (dpa) - Chris Froome schaute ein wenig verlegen, als er von 10 000 begeisterten englischen Radsport-Fans den letzten Motivationsschub für sein Unternehmen Titelverteidigung erhielt.

Wie Popstars wurden der große Favorit auf den Gesamtsieg und Sprintkönig Mark Cavendish bei einer perfekt inszenierten Show in der Leeds Arena gefeiert. Die Präsentation der 22 Teams vor dem Start der am Samstag beginnenden 101. Tour de France auf einer großen Bühne im Glitzerlicht geriet zur großen Jubelshow der britischen Radsport-Helden. Seit Tagen ist die Region Yorkshire im Tour-Fieber. Mit "Go Froomy"-Plakaten, Masken und gelben T-Shirts wird der Grand Depart zum beeindruckenden Heimspiel von Froome und Co.

Und der Sky-Kapitän machte den Fans sogleich ein Versprechen: "Ich werde absolut alles dafür geben, dass ich am 27. Juli im Gelben Trikot nach Paris fahre. Diese Unterstützung gibt mir warme, positive Energie für die nächsten drei Wochen", sagte Froome, der ein "offenes Rennen" mit Ex-Champion Alberto Contador oder dem italienischen Meister Vincenzo Nibali erwartet. Bevor es aber im Gesamtklassement ernst wird, kämpfen die Sprinter um das erste Gelbe Trikot. Erwartet wird auf dem ersten Teilstück über 190,5 Kilometer von Leeds nach Harrogate eine Massenankunft - und ein Sieg von Ex-Weltmeister Cavendish. Nicht noch einmal soll ihm sein deutscher Rivale Marcel Kittel einen Strich durch die Rechnung machen wie 2013.

"Wenn ich eine Etappe gewinnen will, dann diese", sagt Cavendish. 25 Tagessiege hat er beim bedeutendsten Radrennen der Welt schon eingefahren, nur die fünfmaligen Gesamtsieger Eddy Merckx und Bernard Hinault haben mehr. Doch das Gelbe Trikot hat er noch nie getragen. Am Samstag soll es gelingen, in der Heimatstadt seiner Mutter vor eigenem Publikum. Mehr Druck geht nicht.

Und so versuchte Cavendish auf alle Unwägbarkeiten hinzuweisen: wie hektisch eine erste Etappe ist, dass 200 Fahrer das gleiche Ziel haben. So richtig zuhören mochte ihm aus dem englischen Lager aber niemand - diesmal muss es klappen. Eine komfortable Situation für Kittel, der im Vorjahr auf Korsika schon die Auftaktetappe und das Gelbe Trikot gewann und bis Paris drei weitere Tagessiege folgen ließ. "Cavs Situation ist ein wenig anders. Es ist eine spezielle Etappe für ihn. Für mich ist es eines von mehreren Zielen", sagte der Sprinter vom Team Giant-Shimano.

Auch André Greipel und der französische Meister Arnaud Démare gehören zu den ernsthaften Rivalen. Tony Martin, Teamkollege von Cavendish, spricht vom "hochklassigsten Sprinterfeld", das er bei der Tour erlebt habe. Für den Zeitfahr-Weltmeister ist es immer eine Gratwanderung, wenn er über die Sprinter urteilen muss - Cavendish ist der Teamkollege, Kittel sein Freund.

Und wie ist die Form? "Cavendish ist besser als im Vorjahr. Da war er krank und wollte nach der dritten Etappe heimfahren", sagt Rolf Aldag, technischer Manager bei Omega Pharma-Quickstep. Kittel beeindruckte bereits mit zwei Siegen beim Giro d'Italia im Mai, stieg dann aber wegen Krankheit aus und war auch am vergangenen Wochenende bei den nationalen Meisterschaften nicht im Finale vertreten. Den Sieg holte sich Greipel, Démare siegte indes in Frankreich.

Wer auch immer in Harrogate jubelt, es wird wohl ein Intermezzo im Gelben Trikot bleiben. Bereits am Sonntag sollte es auf der schweren Etappe einen Führungswechsel geben. Wegen seiner neun giftigen Anstiege über 201 Kilometer zwischen York und Sheffield wird das Teilstück bereits mit dem schweren Frühjahrsklassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich verglichen. Dann muss auch Froome höchst wachsam sein, ansonsten könnten ungewünschte Zeiteinbußen die Partystimmung auf der Insel trüben.

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