Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Radsport >

Ehrenrunde: Jens Voigt will mit 43 den Stunden-Weltrekord

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Radsport  

Ehrenrunde mit 43: Voigt will den Stunden-Weltrekord

17.09.2014, 10:24 Uhr | dpa

Ehrenrunde: Jens Voigt will mit 43 den Stunden-Weltrekord. Jens Voigt will den Stundenweltrekord knacken.

Jens Voigt will den Stundenweltrekord knacken. Foto: Nicolas Bouvy. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Im Peloton war er der mutige Ausreißerkönig mit der großen Klappe. Jetzt scheint Jens Voigt auf seine alten Tage noch fast zum Philosophen zu werden.

"Es gibt keine Taktik, kein Versteckspiel - nur meinen alten Freund, den Schmerz", twitterte der am Mittwoch 43 Jahre alt gewordene Radprofi, der am Donnerstag (19.00 Uhr) im Velodrom von Grenchen den Stunden-Weltrekord Ondrej Sosenkas (49,700 Kilometer) angreifen wird.

Einer der Vorgänger des Tschechen, der Brite Chris Boardman, wünschte Voigt für sein seit April geplantes - und seitdem geheim gehaltenes - Unternehmen in der Schweiz viel Glück und wunderte sich: "Du bist der einzige, der an dieser Prüfung Freude zu haben scheint".

Sich quälen - das kann Voigt, der vor drei Wochen bei der Pro Challenge in Colorado dem Profiradsport nach 18 Jahren eigentlich für immer "Ade" gesagt hatte. Jetzt will er in Grenchen noch einmal nachlegen. Und wer sagt denn, dass ein frisch gekürter Weltrekordler Voigt drei Tage später nicht noch im Trek-Zeitfahr-Team bei der Weltmeisterschaft in Ponferrada/Spanien am Start steht? "Er könnte mich ersetzen. Das würde doch auch ins Trek-PR-Konzept passen", sagte sein Teamkollege Danilo Hondo, den ein Bruch des Radiusköpfchens im Handgelenk schachmatt gesetzt hat. Bei Voigt scheint nichts ausgeschlossen, er ist flexibel.

Die Aussichten, dass es bei dem eigensinnigen Oldie am Donnerstag klappt, stehen nicht einmal schlecht. Zumindest das Material und sein Ehrgeiz sprechen für ihn. Im Gegensatz zu Sosenka vor neun Jahren steht Voigt das aktuellste Equipment zu Verfügung. 2005 hatte der Tscheche wegen der inzwischen revidierten Restriktionen des Weltverbandes UCI mit antiquiertem Material aus Eddy-Merckx-Zeiten antreten müssen.

In der Vorwoche präsentierte der zweifache Träger des Gelben Trikots bei der Tour de France stolz seine von seinem Ausstatter entwickelte Zeitfahr-Maschine in schwarz-weiß. Wahrscheinlich wird der Wahlberliner, der seit drei Wochen zwischen Grenchen und der Hauptstadt pendelt, den Kampf gegen die Uhr und seinen inneren Schweinehund mit einer 54:14 Übersetzung antreten.

"Gemessen an seinen Fähigkeiten liegt der Rekord in Reichweite", äußerte sich Trek-Teamsprecher Tim Vanderjeugd zurückhaltend. Der dreifache Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin, der den Rekord im kommenden oder im Olympiajahr angreifen will, erwartet von Voigt "eine belastbare Vorgabe". Er tut den Versuch des nimmermüden Voigt nicht als Werbegag ab. Manch anderer Radprofi denkt anders darüber.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal