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Rad-WM: Tony Martin holt Silber hinter Bradley Wiggins

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Wiggins holt Gold  

Tony Martin verpasst den historischen vierten WM-Titel

24.09.2014, 17:18 Uhr | dpa, sid

Rad-WM: Tony Martin holt Silber hinter Bradley Wiggins. Zerknirscht: Für Tony Martin war der zweite Rang im WM-Zeitfahren "eine Enttäuschung". (Quelle: imago/Sirotti)

Zerknirscht: Für Tony Martin war der zweite Rang im WM-Zeitfahren "eine Enttäuschung". (Quelle: imago/Sirotti)

Die Dominanz von Tony Martin ist durchbrochen. Der Zeitfahr-Weltmeister der vergangenen drei Jahre musste sich bei der Straßenrad-WM im spanischen Ponferrada seinem britischen Rivalen Bradley Wiggins geschlagen geben. Nach anspruchsvollen 47,1 Kilometern entschied der Tour-de-France-Sieger von 2012 das Einzelzeitfahren mit 26 Sekunden Vorsprung auf Martin für sich.

Der Titelverteidiger aus Deutschland, der das Rennen in 56:51,75 Minuten beendete, unterlag Wiggins damit wie vor zwei Jahren bei Olympia in London und verpasste damit den historischen vierten Triumph in Folge. Dritter wurde der Niederländer Tom Dumoulin.

"Wir müssen das analysieren"

"Ich bin definitiv enttäuscht. Silber ist kein gutes Ergebnis - ich wollte Gold. Ich habe es die letzten Tage gemerkt: Ich war müde. Wir müssen jetzt analysieren, warum", sagte Martin, der ergänzte: "Am liebsten würde ich jetzt vom Radsport wegrennen, um den Kopf frei zu bekommen".

Martin verlor nach einem starken Start kontinuierlich Zeit auf den 34-Jährigen, der zuvor als sein härtester Widersacher gehandelt worden war. Obwohl der Quick-Step-Profi bis zum letzten Meter kämpfte und auch noch einmal aus dem Sattel ging, war die Niederlage gegen Wiggins nicht mehr zu verhindern. Nach zwei Goldmedaillen am Dienstag war es für den Bund Deutscher Radfahrer BDR das erste Silber in der Provinz Leon.

Wiggins hat noch "Benzin im Tank"

Der Titelträger der vergangenen drei Jahre ging hoch motiviert an den Start. Einmal atmete Martin noch kurz durch, dann begann der Anlauf zum Rekord - und der Top-Favorit ging sofort aus dem Sattel, um Tempo aufzunehmen. Gleichmäßig wirkte der Tritt von Martin, er schien auch so kraftvoll wie immer zu sein. Der Wahl-Schweizer raste nahezu regungslos in der aerodynamischen Rennposition über den Kurs, die enorme Anstrengung war nur in seinen Gesichtszügen abzulesen, Körper und Beine arbeiteten wie ein Uhrwerk. Am ersten Messpunkt lag Martin auch an der Spitze - doch danach ließ er irgendwo Zeit liegen.

Am Fahrstil war die Differenz nicht abzulesen, doch vielleicht verkrampfte Martin ein wenig, als Wiggins sich nach 23,2 Kilometer erstmals vorbeigeschoben hatte. An diesem Kräfteverhältnis vermochte der 29-Jährige nichts mehr zu ändern.

"Was soll ich sagen: mein wahrscheinlich letztes WM-Zeitfahren auf der Straße und dann Gold! Im schwierigen Finale hatte ich noch Benzin im Tank. Das hat vielleicht den Ausschlag gegeben", sagte dagegen der glückliche Sieger Wiggins.

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