Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Radsport >

Radsport: Deutsche Lizenz für Kittel-Team nicht mehr abwegig

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Radsport  

Deutsche Lizenz für Kittel-Team nicht mehr abwegig

25.09.2014, 17:17 Uhr | dpa

Radsport: Deutsche Lizenz für Kittel-Team nicht mehr abwegig. Marcel Kittel würde gern für ein deutsches Team fahren.

Marcel Kittel würde gern für ein deutsches Team fahren. Foto: Nicolas Bouvy. (Quelle: dpa)

Bielefeld (dpa) - Schon in naher Zukunft könnte wieder ein deutsches Rad-Team in der WorldTour vertreten sein. Nach dem Einstieg des Bielefelder Shampoo-Herstellers mit der Marke "Alpecin" überlegt das Giant-Shimano-Team um Marcel Kittel und John Degenkolb, mit deutscher Lizenz an den Start gehen.

Kittel war jedenfalls bester Laune, als auf einer Pressekonferenz in Bielefeld der "Alpecin"-Deal vorgestellt wurde. "Ich habe mich sehr gefreut, dass der Traum von einem deutschen Sponsor in der eigenen Mannschaft wahr geworden ist. Ich hoffe, dass das Eis jetzt gebrochen ist und sich die Akzeptanz und Wahrnehmung für unseren Sport weiter verbessert. Es wäre schön, wenn es ein Signal an deutsche Unternehmen ist", sagte Kittel. Der Deal bringt dem Team in vier Jahren 16 Millionen Euro ein.

Aktuell fährt die Giant-Shimano-Mannschaft noch mit niederländischer Lizenz. Das könnte sich bald ändern. "Erstmal wird das Team weiter mit niederländischer Lizenz fahren. Wir sind eine internationale Mannschaft, haben aber ein deutsches Herz. Wir überlegen noch, welche Möglichkeiten es gibt", sagte Teamchef Iwan Spekenbrink. Neben Kittel und Degenkolb fahren auch Nikias Arndt, Johannes Fröhlinger, Simon Geschke für die Mannschaft.

Es gehe bergauf, ergänzte Kittel. "Das war aber nur ein Ziel. Das nächste ist, dass wir wieder im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen sein werden. Ich würde mir wünschen, dass uns Fahrern wieder mehr Vertrauen entgegen gebracht wird." Damit das passiert, müssen Dopingskandale wie in der dunklen Armstrong- und Ullrich-Ära der Vergangenheit angehören.

Andernfalls sind die Konsequenzen klar. "Es ist das Normalste der Welt von Geschäftspartner, dass man getrennte Wege geht, wenn es zu Betrugsfällen kommt. Auch Sportbetrug geht nicht - und Doping ist Betrug", sagte der geschäftsführende Gesellschafter Eduard R. Dörrenberg der "Neuen Westfälischen Zeitung".

Brian Cookson, Präsident des Radsport-Weltverbandes UCI, begrüßte die Rückkehr deutscher Sponsoren in den Radsport. "Deutschland hat die größte Volkswirtschaft in Europa, mit seinen 80 Millionen Einwohnern ist es ein enorm wichtiger Markt für uns", sagte der Brite der Nachrichtenagentur dpa. Dabei wolle die UCI die Grundlage dafür legen, dass das Vertrauen in den Sport zurückkehrt. "Unsere Rolle ist es sicherzustellen, dass die Fahrer ihren Sport ausüben und saubere Siege einfahren können."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal