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Tour de France 2015: Martin hofft auf Gelb, Showdown in den Alpen

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Tour de France 2015  

Martin hofft auf Gelb, Showdown in den Alpen

29.01.2015, 10:34 Uhr | sid

Tour de France 2015: Martin hofft auf Gelb, Showdown in den Alpen. Der Etappenplan der 102. Ausgabe der Tour de France (Quelle: Reuters)

Der Etappenplan der 102. Ausgabe der Tour de France (Quelle: Reuters)

Zeitfahr-Spezialist Tony Martin träumt von einigen Tagen im Gelben Trikot, die Top-Sprinter Marcel Kittel und André Greipel greifen nach weiteren Etappensiegen: Die Chancen auf eine Fortsetzung der jüngsten Erfolgsgeschichte deutscher Radprofis bei der Tour de France stehen bei der 102. Ausgabe vom 4. bis 26. Juli ausgezeichnet. Die Favoriten auf den Gesamtsieg müssen sich derweil auf zahlreiche Kletterpartien im Hochgebirge einstellen - und ein dramatisches Finale in Alpe d'Huez erwarten.

Für die Spezialisten im Kampf gegen die Uhr bietet der Parcours der kommenden Frankreich-Rundfahrt ein Team- und ein Einzel-Zeitfahren.

"Tour d'Allemagne" in der ersten Woche?

Zumindest in der ersten Woche könnten die deutschen Fahrer die Frankreich-Rundfahrt ein weiteres Mal in eine "Tour d'Allemagne" verwandeln. Der Startschuss will der entthronte Weltmeister Martin beim Auftaktzeitfahren in Utrecht geben. "Das große Ziel für 2015 ist, beim Auftakt um das Gelbe Trikot mitzukämpfen und es möglichst lange zu verteidigen. Das Zeitfahren ist eine sehr gute Gelegenheit dafür. Die Vorfreude bei mir ist jetzt schon groß", sagte der 29-Jährige.

Nach den Auftakterfolgen von Sprint-Star Kittel in den Jahren 2013 und 2014 bestehen gute Aussichten, dass auch 2015 der erste Träger des Gelben Trikots aus Deutschland kommt. Im vergangenen Jahr hatten die deutschen Fahrer mit sieben Etappensiegen für einen Rekord gesorgt, dabei hatte Kittel mit vier Tageserfolgen maßgeblichen Anteil. Der 26-Jährige möchte nahtlos an die guten Leistungen der beiden Vorjahre anknüpfen. "Ich gehe nicht an den Start, um Rekorde zu brechen. Mein Ziel ist wieder, eine Etappe zu gewinnen, alles andere ist Zugabe", erklärte Kittel.

3344 Kilometer in 21 Etappen

Die "Große Schleife" führt über 21 Etappen und 3344 Kilometer und endet traditionell auf den Champs Élysées in Paris. Nach dem Start in den Niederlanden führt die Strecke über Belgien nach Nordfrankreich. Dort sind wie bereits 2014 Kopfsteinpflaster-Passagen zu bewältigen, zudem steht ein Mannschaftszeitfahren auf dem Programm. Es folgt der Transfer in die Pyrenäen. Insgesamt kommt die Tour 2015, die gegen den Uhrzeigersinn verläuft, den Kletterern entgegen und umfasst sieben Hochgebirgsetappen. Zum insgesamt 21. Mal startet das Rennen im Ausland, das sechste Mal in den Niederlanden.

Mit der Entscheidung im Kampf um den Gesamtsieg ist auf der vorletzten Etappe mit Ziel in Alpe d'Huez zu rechnen, wenn auch der Col du Galibier bezwungen werden muss. Als Favoriten auf den Gesamtsieg gelten Titelverteidiger Vincenzo Nibali, Christopher Froome, Alberto Contador und Nairo Quintana.

Nibali: "Die erste Woche ist sehr gefährlich"

Doch neben den Hochgebirgsetappen bietet der Kurs weitere Tücken, die den Favoriten zum Verhängnis werden könnten. So erwartet das Peloton auf dem vierten Teilstück nach Cambrai eine 13,3 Kilometer lange Kopfsteinpflaster-Passage, auch beim achten Teilstück zur Mûr de Bretagne könnten die Fahrer wertvolle Zeit verlieren. "Die erste Woche ist sehr gefährlich, die letzte sehr schwierig", sagte Astana-Profi Nibali, der auf den holprigen Paris-Roubaix-Abschnitten bei der Tour 2014 den Grundstein für seinen Triumph gelegt hatte.

Klassiker-Spezialist John Degenkolb dürfte sich beide Termine dagegen dick im Kalender angestrichen haben. Nach zwei zweiten Plätzen bei der diesjährigen Tour will der 25-Jährige endlich seinen ersten Tour-Etappensieg - und seinen Teil zur erhofften Erfolgsgeschichte beitragen.

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