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Radsport: UCI vergibt WorldTour-Lizenzen - Astana nicht dabei

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Radsport  

UCI vergibt WorldTour-Lizenzen - Astana nicht dabei

04.12.2014, 22:52 Uhr | dpa

Radsport: UCI vergibt WorldTour-Lizenzen - Astana nicht dabei. Das Logo des Radsport-Weltverbandes UCI.

Das Logo des Radsport-Weltverbandes UCI. Foto: Bernd Weißbrod. (Quelle: dpa)

Aigle (dpa) - Der Radsport-Weltverband UCI hat die Lizenzen von 16 WorldTour-Mannschaften für die kommende Saison bestätigt - das umstrittene Astana-Team ist nicht dabei.

Über die in mehrere Dopingfälle verwickelte kasachische Mannschaft soll schnell entschieden werden, wie die UCI bestätigte. "Bis 10. Dezember fällt dazu eine Entscheidung", sagte UCI-Sprecher Louis Chenaille. Mit Giant-Alpecin ist zum ersten Mal seit dem Rückzug von Milram 2009 wieder ein Team mit deutscher Lizenz in der höchsten Profiradsportklasse vertreten.

Die Mannschaft der Tour- und Vuelta-Etappensieger Marcel Kittel und John Degenkolb wird ab 2015 zur Hälfte vom Bielefelder Unternehmen Alpecin (ehemaliger PR-Slogan: "Doping für die Haare") finanziert. Der Lizenzwechsel von den Niederlanden nach Deutschland soll auch die wieder gestiegene Akzeptanz des Radsports hierzulande ausdrücken, wie die Teamleitung mitteilte. Das Bora-Argon-Equipe aus Raubling in Bayern ist mit einer ProContinental-Lizenz zweitklassig und bei großen Rennen auf Wildcards angewiesen.

"Der deutsche Radsport hatte es in den vergangenen Jahren nicht leicht. Die Tatsache, dass das Team Giant-Alpecin nun als einzige deutsche Mannschaft in der höchsten internationalen Rennklasse fahren wird, kann und wird ihn wieder deutlich in den Fokus der deutschen Bevölkerung rücken", erklärte Eduard R. Dörrenberg, der geschäftsführender Gesellschafter der Dr. Wolff Unternehmensgruppe, die das Coffein-Shampoo Alpecin herstellt.

Fünf Dopingfälle in den vergangenen Monaten hatten bei Astana das WorldTour- und Professional-Team erschüttert. Im Eliteteam fährt unter anderen der aktuelle Tour-de-France-Sieger Vincenzo Nibali aus Italien, der sich bei einer Mannschafts-Sperre für 2015 kurzfristig einen neuen Arbeitgeber suchen müsste. Das Professional-Team wurde inzwischen vom zuständigen Landesverband aufgelöst.

Teamchef des höchstklassigen Astana-Teams ist Ex-Profi Alexander Winokurow. Der Freund des einzigen deutschen Toursiegers Jan Ullrich war 2007 des Blutdopings überführt und gesperrt worden. Bis heute leugnet Olympiasieger Winokurow jegliche Doping-Verfehlungen. Wegen der Vorfälle in seiner Equipe war er im vergangenen Monat zum Rapport zur UCI bestellt worden, die unter dem neuen Präsidenten Brian Cookson eine härtere Gangart im Anti-Doping-Kampf versprochen hatte.

In der Warteschleife für eine WorldTour-Lizenz steckt auch die französische Formation Europcar. Für die ProContinental-Klasse waren im Vormonat 17 Teams lizenziert worden.

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