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Radsport: Deutsche Profis um Marcel Kittel mit starker Bilanz

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Fahrtrichtung stimmt  

Von Kittel bis Herklotz: starke Bilanz, zuversichtlicher Ausblick

03.01.2015, 10:54 Uhr | Oliver Strerath

Radsport: Deutsche Profis um Marcel Kittel mit starker Bilanz. Siegfahrer, Hoffnungsträger: Mit Marcel Kittel und Silvio Herklotz scheint der deutsche Radsport gut aufgestellt zu sein. (Quelle: imago/Viadata, PanoramiC)

Siegfahrer, Hoffnungsträger: Mit Marcel Kittel und Silvio Herklotz scheint der deutsche Radsport gut aufgestellt zu sein. (Quelle: imago/Viadata, PanoramiC)

Gründe für Beschwerden – nein, die gibt es wirklich nicht. Die deutschen Radprofis haben 2014 wahrlich eine beeindruckende Saison hingelegt. Allein die rekordträchtigen sieben deutschen Etappensiege bei der Tour de France im Sommer übertrafen die Erwartungen. Und das im Hintergrund vielleicht ein Fahrer heranreift, der bei großen Rundfahrten um den Sieg kämpfen kann, sorgt obendrein für Zuversicht. Denn das ist das Einzige, was dem deutschen Radsport aktuell fehlt: ein potenzieller Tour-Sieger.

Aber erst einmal zu den Arrivierten. Einmal mehr zeigten Marcel Kittel (vier Etappensiege, ein Tag im Gelben Trikot), Tony Martin (2) und Andre Greipel (1) beim Saisonhöhepunkt in Frankreich, dass mit deutschen Rennfahrern wieder zu rechnen ist. Mit dem Team NetApp war zudem erstmals seit Jahren wieder eine deutsche Mannschaft bei der Tour am Start und verkaufte sich als gut.

Hoffnungsträger im Wartestand

Nach diesen Erfolgen überlegt die ARD sogar, nach jahrelangem Bann wieder in die Tour-Berichterstattung einzusteigen. Die Fahrtrichtung stimmt offensichtlich wieder. Und verspricht weitere Erfolge. Auch in 2015. Zumal John Degenkolb bei Spanien-Rundfahrt (vier Tageserfolge) und Klassikern (Sieg bei Gent-Wevelgem, Zweiter bei Paris-Roubaix) ebenfalls Glanzpunkte setzte. Tony Martins Wunsch - "Mit unserer Performance können wir zufrieden sein. Ich hoffe, dass es in Deutschland ankommt" - könnte also in Erfüllung gehen.

Jedenfalls scheint der Selbstreinigungsprozess im Radsport vorangekommen zu sein. Zwar lassen sich die Zweifel wohl nie ganz ausräumen. Die Sportart hat aber hierzulande Kredit und Glaubwürdigkeit zurückgewonnen. Und mit Silvio Herklotz ist ein weiterer Hoffnungsträger der neuen Generation im Wartestand.

Laut Experten hat der 20 Jahre alte Berliner das Potenzial, die Lücke im Bereich der erfolgreichen Rundfahrer in Deutschland zu schließen. "Es deutet vieles daraufhin", sagte Herklotz-Trainer Uwe Hahn. Und der Mentor des Talentes fügte an: "Wenn andere kaputtgehen, wird er immer besser.“ Noch fährt der Youngster in der Zweiten Liga des Radsports – obwohl es Angebote von oben gab. Doch Herklotz‘ Entwicklung wird bei diesen Vorschusslorbeeren genau beäugt werden.

Voigt: Comeback - "Schießt mir ins Knie"

Ein neues Aushängeschild wäre im deutschen Radsport zumindest willkommen. Ob es nun Silvio Herklotz, Jasha Sütterlin oder gar Rick Zabel heißt. Besonders vor der Tatsache, dass mit Jens Voigt einer der großen Sympathieträger seine aktive Karriere beendet hat. Und wie. Erst bestritt der 43-Jährige im Sommer seine 17. Tour – Rekord! Dabei trumpfte er gleich auf der ersten Etappe in gewohnter Manier als Ausreißer auf und fuhr ins Bergtrikot. Dann holte sich Voigt Mitte September den Stundenweltrekord.

Den ist der Routinier zwar schon wieder los. Es war allerdings ein würdiger Abschied für einen der Charakterköpfe des Radsports, dem Voigt als Berater seines Teams erhalten bleibt. Comeback-Gedanken hegt er indes keine – noch jedenfalls. Und auf seine Art und Weise erklärte Voigt übrigens, was passiert, wenn doch der Rückfall droht. "Ich habe meinen Kindern gesagt: Wenn ich damit anfange, schießt mir ins Knie. Und wenn ich nach dem Warum frage, sollen sie mir ins andere schießen", sagte der 43-Jährige.   

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