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"Respektlos": Lance Armstrong plant Rückkehr zur Tour de France

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Dopingsünder will Etappen abfahren  

UCI-Präsident findet geplante Armstrong-Rückkehr zur Tour "respektlos"

18.03.2015, 15:21 Uhr | sid

"Respektlos": Lance Armstrong plant Rückkehr zur Tour de France. An diese Zeit möchte kaum noch jemand erinnert werden: Lance Armstrong feiert seinen siebten Tour-Titel. Mittlerweile wurden ihm alle aberkannt.  (Quelle: imago/Sirotti)

An diese Zeit möchte kaum noch jemand erinnert werden: Lance Armstrong feiert seinen siebten Tour-Titel. Mittlerweile wurden ihm alle aberkannt. (Quelle: Sirotti/imago)

UCI-Präsident Brian Cookson hält die geplante Rückkehr des gefallenen Radstars Lance Armstrong zur Tour de France im kommenden Juli für keine gute Idee. "Das ist total unangemessen und ohne Respekt gegenüber der Tour, den Fahrern und denen, die gegen Doping kämpfen", sagte der britische Chef des Radsport-Weltverbandes zu den Plänen des Amerikaners. Armstrong plant zu wohltätigen Zwecken einige Etappen einen Tag vor dem Peloton abzufahren.

"Ich denke, Lance wäre gut beraten, daran nicht teilzunehmen", sagte Cookson, der sich im Gegensatz zu seinen Vorgängern mit aller Macht dem Antidoping-Kampf widmen will. Er habe generell nichts gegen Menschen, die Gelder für humanitäre Zwecke einsammeln. "Aber ich denke, Lance könnte dadurch neue Wege finden, für sich selbst Gelder zu generieren", sagte der UCI-Präsident. Armstrong könne jederzeit nach Frankreich kommen, um dort Rad zu fahren, aber dann hätte es nichts mit ihm oder der UCI zu tun.

Alle sieben Tour-Titel aberkannt

Laut der englischen Zeitung "Mail on Sunday" hat der frühere englische Fußball-Profi Geoff Thomas (50) den Texaner Armstrong zur Teilnahme an seiner Charity-Aktion überredet. Thomas war einst ebenso wie Armstrong an Krebs erkrankt und kümmert sich um eine Stiftung, die sich dem Kampf gegen Leukämie widmet. Am Rande der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt (4. bis 26. Juli) will Thomas eine Million Pfund (rund 1,4 Millionen Euro) generieren.

Armstrong ist seit seiner Überführung als Doper lebenslang für Wettkämpfe gesperrt. Die sieben Tour-Titel, die er zwischen 1999 und 2005 gewann, wurden ihm aberkannt. Im Januar 2013 gestand Armstrong nach jahrelangen Dementis, sich über einen langen Zeitraum hinweg mit Substanzen wie Epo und Wachstumshormonen gedopt zu haben.

Thomas wirbt für Armstrong

Thomas hofft indes weiter auf eine Teilnahme Armstrongs. "Was Armstrong auch immer getan hat - und ich habe seine Einnahme von leistungssteigernden Mitteln immer verurteilt -, ändert nichts an der Wichtigkeit, die er in einer kritischen Phase in meinem Leben für mich hatte", teilte Thomas in einer schriftlichen Stellungnahme via Twitter mit. Er könne die Vorbehalte verstehen. Aber wenn Armstrongs Teilnahme und die Benefizaktion helfen, "nur ein Leben zu retten, ist es eine gute Sache", betonte Thomas.

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