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Degenkolb siegt bei Klassiker Mailand-Sanremo

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Radlänge Vorsprung nach Endspurt  

Degenkolb siegt bei Klassiker Mailand-Sanremo

22.03.2015, 18:05 Uhr | dpa, sid

Degenkolb siegt bei Klassiker Mailand-Sanremo. Radprofi John Degenkolb kann seinen Sieg kaum fassen. (Quelle: dpa)

Radprofi John Degenkolb kann seinen Sieg kaum fassen. (Quelle: dpa)

Im Ziel schlug sich Radprofi John Degenkolb vor Freude die Hände vors Gesicht und schüttelte fassungslos den Kopf. In einem packenden Endspurt hatte der 26-Jährige die Konkurrenz um eine Radlänge geschlagen und sich den Traum von einem großen Klassiker-Sieg erfüllen können. Der als Mitfavorit gestartete Degenkolb vom deutschen Team Giant-Alpecin setzte sich bei der 106. Ausgabe von Mailand-Sanremo nach 293 km gegen Vorjahressieger Alexander Kristoff aus Norwegen und dem Australier Michael Matthews durch und feierte den bisher größten Erfolg seiner Laufbahn.

"Ich kann das Gefühl nicht beschreiben. Das ist mein erster Sieg bei einem Monument, ich bin überglücklich. So viele große Namen haben auf der Via Roma gewonnen und nun auch ich", sagte Degenkolb bei Eurosport überwältigt.

Viele Anwärter auf den Sieg

Schon im Vorfeld des Rennens hatte sich Degenkolb selbstbewusst gegeben, auch die Aussicht auf eine mögliche Regenschlacht schreckte ihn nicht. Einen Erfolg beim Rennen stellte er über einen Etappensieg bei der Tour de France. Vor dem Start in Mailand wirkte er relaxt, fast so als freue er sich über die kniffligen Bedingungen, die sich gegen Ende allerdings deutlich besserten.

Neben Degenkolb gab es eine Reihe von Sieganwärtern - mit dem Slowaken Peter Sagan, dem Schweizer Fabian Cancellara und Kristoff vorneweg. Vor allem der Norweger hatte seinen Konkurrenten stark eingeschätzt. "Degenkolb ist nicht oft erwähnt worden, aber er ist gut in einem Rennen wie diesem."

Stürze auf nassem Asphalt

In der Tat kam Degenkolb mit den widrigen Bedingungen sehr gut zurecht und bewies vor allem in der entscheidenden Rennphase Übersicht. Ungefähr 40 km vor dem Ziel über den Capo Berta war das Tempo spürbar erhöht worden, und auf dem vom Regen rutschigen Asphalt mehrten sich die Stürze - in einen war der Rostocker Paul Voss verwickelt.

Degenkolb fuhr stets in vorderer Position, während an der Cipressa bei ungefähr 20 verbleibenden Kilometern der Sieger von 2009, Mark Cavendish, bereits Probleme bekam. Pech hatte Gerald Ciolek, der in der Abfahrt vom Poggio hinuter nach Sanremo stürzte. Im Endspurt hatte Degenkolb dann das größte Stehvermögen und raste mit einer knappen Radlänge Vorsprung ins Ziel, nachdem er zuvor nervenstark auf den richtigen Moment zum Antritt gewartet hatte.

"Das Finale war sehr hektisch. Ich habe den richtigen Moment erwischt, um kurz vor dem Ziel loszufahren und das Rennen zu gewinnen", erklärte Degenkolb. Mit ihm freute sich auch Teamkollege Tom Dumoulin: "John hat den Lohn geerntet für die harte Arbeit im Winter. Wir haben ihn lange aus dem Wind gehalten, die letzten Kilometer war er aber auf sich allein gestellt."

Zweiter deutscher Sieg in Folge

Seinem Triumph auf der legendären Via Roma war der insgesamt siebte Erfolg eines deutschen Fahrers im ersten der fünf sogenannten Radsport-Monumente des Jahres. Vor ihm hatten sich Rudi Altig (1968), Erik Zabel (2001, 2000, 1998, 1997) und Ciolek (2013) beim längsten klassischen Eintagesrennen in die Siegerliste eingetragen.

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