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Armstrong-Kritikerin Andreu: "Er hat versucht, mein Leben zu zerstören"

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Nach Aussprache mit WADA  

Armstrong-Kritikerin Andreu: "Er hat versucht, mein Leben zu zerstören"

25.03.2015, 11:50 Uhr | dpa, sid

Armstrong-Kritikerin Andreu: "Er hat versucht, mein Leben zu zerstören". Betsy Andreu (li.), die Ehefrau von Ex-Radprofi Frankie Andreu, bezichtigte Lance Armstrong bereits in den 90er-Jahren des Dopings. (Quelle: dpa/Kombo: t-online.de )

Betsy Andreu (li.), die Ehefrau von Ex-Radprofi Frankie Andreu, bezichtigte Lance Armstrong bereits in den 90er-Jahren des Dopings. (Quelle: Kombo: t-online.de /dpa)

"Chef-Kritikerin" Betsy Andreu empfindet nach ihrer Aussage gegen den gefallenen Radsport-Star Lance Armstrong tiefe Genugtuung. "Über zehn Jahre hat er versucht, mein Leben und meine Reputation zu zerstören. Die Wahrheit ist aber ans Licht gekommen, deshalb ist es ein Sieg für mich, hier zu sein und mit den WADA-Mitgliedern zu reden", sagte die Ehefrau von Armstrongs einstigem Teamkollegen Frankie Andreu.

Andreus Ehefrau hatte Armstrong schon früh des Dopings bezichtigt. Das Ehepaar sagte 2006 unter Eid aus, dass Armstrong bereits seit 1996 betrogen habe. In den Neunzigern war Frankie Andreu Teamkollege Armstrongs bei Motorola und US Postal gewesen.

"Sind immer noch unerwünschte Personen"

Am vergangenen Dienstag hatte die Amerikanerin in Lausanne vor Mitgliedern der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) über den lebenslang gesperrten einstigen Tour-Dominator und ihre eigene Situation gesprochen. "Wir sind immer noch unerwünschte Personen im amerikanischen Radsport", sagte Andreu.

Armstrongs Hoffnungen auf Straf-Reduzierung schwinden

Der lebenslang gesperrte Armstrong dürfte derweil kaum noch Chancen auf eine Reduzierung seiner Strafe haben. David Howman, Generaldirektor der WADA, erteilte dem US-Amerikaner eine Absage. Der geständige Doper habe nicht genug für seine Rehabilitation getan, und Armstrongs letzter Versuch, die Strafe zu mildern, sei zu spät gekommen. "Er erzählte weder der USADA noch uns die Wahrheit. Es ist zu spät", argumentierte Howman.

In diesem Monat traf sich Armstrong, dem alle sieben Tour-de-France-Siege zwischen 1999 und 2005 wegen Dopings aberkannt worden waren, mit Travis Tygart. Der Chef der US-Anti-Doping-Agentur USADA hatte den US-Amerikaner, der vor der Reform-Kommission des Welt-Radsportverbandes UCI ausgesagt hatte, mit seinen Recherchen 2012 zu Fall gebracht.

Armstrong will Triathlon-Wettkämpfe bestreiten

Der tief gefallene einstige Seriensieger, für den in einem Schadenersatz-Prozess gegen die US-Regierung rund 100 Millionen Dollar auf dem Spiel stehen, will künftig professionelle Triathlon-Wettkämpfe bestreiten. Aber selbst das ist Armstrong wegen seiner Sperre nicht gestattet. Sein Bann umfasst alle offiziellen Wettkämpfe in Sportarten, die dem Anti-Doping-Code der WADA unterstehen.

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