Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Radsport >

Kittel gibt Tour de France 2015 nicht auf: "Wieder im Rennmodus"

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Radsport  

Kittel gibt Tour nicht auf - "Wieder im Rennmodus"

22.06.2015, 13:07 Uhr | dpa

Kittel gibt Tour de France 2015 nicht auf: "Wieder im Rennmodus". Marcel Kittel hat sich nach einer Erkrankung zurückgekämpft und will an der Tour de France teilnehmen.

Marcel Kittel hat sich nach einer Erkrankung zurückgekämpft und will an der Tour de France teilnehmen. Foto: Nicolas Bouvy. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Wieder kein Sieg, wieder kein Sprint und die Zeit wird immer knapper. Den Traum von der Tour de France will Marcel Kittel aber trotz aller Widrigkeiten nicht aufgeben.

"Mein Körper ist wieder im Rennmodus und ich bin motiviert und guter Dinge mit Blick auf die Tour de France", schrieb der deutsche Sprintstar auf seiner Homepage und geht anscheinend fest von einem erneuten Start bei der am 4. Juli beginnenden Frankreich-Schleife aus.

Dabei lässt die Generalprobe bei der ZLM-Toer in den Niederlanden nicht gerade darauf schließen, dass Kittel den Wettlauf gegen die Zeit gewinnen könnte. Auf den Plätzen 65, 107, 70 und 85 war Kittel über den Zielstrich gerollt. Zu einem Sprint-Duell mit den Rivalen um den zweimaligen Etappengewinner und Gesamtsieger André Greipel war es erst gar nicht gekommen. Trotzdem wähnt sich der 27-Jährige auf einem guten Weg. "Ich bin verdammt stolz darauf, was ich in den letzten zwei Monaten geschafft habe. Ich habe mich zurückgekämpft und bin jetzt auf einem guten Level", sagte der achtmalige Tour-Etappensieger am Montag im ZDF-Morgenmagazin.

Fast drei Monate war er nach einer hartnäckigen Viruserkrankung keine Rennen gefahren, Comeback-Versuche mussten immer wieder verschoben werden. Sein letzter Profisieg - abgesehen von einem Erfolg bei einem Kriterium in Australien im Januar - liegt schon neun Monate zurück.

Zuletzt hatte es Kittel mit einer Art Crash-Programm versucht, sich die nötige Rennhärte zu holen. Der 27-Jährige bewältigte ein hartes Höhentrainingslager in der Sierra Nevada, während seine Rivalen Mark Cavendish oder Greipel bereits am Fine-Tuning arbeiteten. Er habe auf jeden Fall Fortschritte gemacht, betont Kittel und fügt hinzu: "Ich hatte sehr, sehr viel Gegenwind und Pech und nicht unbedingt immer die Unterstützung, die ich mir gewünscht hätte. Es war für mich eine unheimlich schwere Zeit."

Am 25. Juni will das deutsche Giant-Alpecin-Team den neunköpfigen Kader für die Tour de France bekanntgeben. Dass Kittel dabei ist, steht für seinen Manager Jörg Werner offenbar außer Frage. "Aus meiner Sicht fehlt ihm nicht viel. Es ist völlig normal, was passiert, wenn man aus der Höhe kommt. So weit weg ist er nicht", sagte Werner der dpa. Wenn es bei der Tour zu einer Sprintankunft mit Marcel komme, sei ein Etappensieg bei seinen Kapazitäten immer möglich.

Acht Tour-Etappen hatte Kittel in den vergangenen beiden Jahren gewonnen, darunter die Prestigesprints auf den Champs Elysées und die Auftaktetappen, die ihm jeweils auch das Gelbe Trikot beschert hatten. Der sympathische Thüringer stieg zum großen Star auf und wurde auch von der französischen Presse gefeiert.

Keine einfache Entscheidung also für Teamchef Iwan Spekenbrink, schließlich hat die Mannschaft ehrgeizige Ziele. Beim Prolog soll der Niederländer Tom Dumoulin dem deutschen Zeitfahrspezialisten Tony Martin das Gelbe Trikot wegschnappen. Und viel vorgenommen hat sich auch John Degenkolb, nachdem er ein überragendes Frühjahr mit seinen Siegen bei den Klassikern Mailand-San Remo und Paris-Roubaix hingelegt hatte. In einer Zeit, als bei Kittel an Radrennen nicht zu denken war.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal