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Tony Martin zum fünften Mal deutscher Zeitfahr-Meister

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Bereit für den Tour-Traum  

Tony Martin zum fünften Mal deutscher Zeitfahr-Meister

26.06.2015, 19:05 Uhr | sid

Tony Martin zum fünften Mal deutscher Zeitfahr-Meister. Tony Martin sichert sich seinen fünften deutschen Meistertitel im Einzelzeitfahren. (Quelle: dpa)

Tony Martin sichert sich seinen fünften deutschen Meistertitel im Einzelzeitfahren. (Quelle: dpa)

Tony Martin ist bereit für das härteste Radrennen der Welt. Mit seinem fünften deutschen Meistertitel im Einzelzeitfahren holte sich der dreimalige Weltmeister noch einen letzten Schuss Selbstvertrauen für den Tour-de-France-Auftakt am 4. Juli in Utrecht/Niederlande. Der 30-Jährige siegte im südhessischen Einhausen nach 2013 und 2014 zum dritten Mal in Folge.

Nach 45 Kilometern verwies Martin in 52:10 Minuten die chancenlosen Nikias Arndt vom Team Giant-Alpecin und Stefan Schumacher  von CCC Sprandi auf die nächsten Ränge. Der Quick-Step-Profi fuhr in einer eigenen Liga und durfte deshalb seinen Jubel schon knapp 100 Metern vor der Zieldurchfahrt beginnen. Sein Vorsprung auf Arndt betrug 2:10 Minuten.

Martin will die Chance nutzen

Für Martin war das Rennen die Generalprobe für das Tour-Zeitfahren am Samstag in einer Woche (im t-online.de Live-Ticker). Dort will sich Martin einen Lebenstraum erfüllen und mit einem Sieg erstmals in seiner Laufbahn in das begehrte Gelbe Trikot schlüpfen. "Meine Saison habe ich mental auf diesen Tag aufgebaut. Diese Chance werde ich nicht mehr oft bekommen. Die Saison steht und fällt mit der Tour, die erste Woche ist der absolute Schwerpunkt", sagte Martin.

Seine bisher besten Gelegenheiten, das Maillot jaune zu erobern, hatte Martin 2012 im belgischen Lüttich und 2010 ebenfalls in den Niederlanden in Rotterdam. In Lüttich platzte ein Reifen, als Martin über eine Glasscherbe fuhr, in Rotterdam hatte er Pech mit schlechten Witterungsbedingungen. In beiden Rennen siegte der Schweizer Fabian Cancellara, der auch in einer Woche zu den härtesten Rivalen zählt. Dazu seien vor allem Tom Dumoulin (Niederlande) und Adriano Malori (Italien) zu beachten, meinte Martin.

"Gold wäre noch größer als das Gelbe Trikot"

Für Martin wäre ein Triumph in Utrecht ein weiteres großes Karriere-Highlight. Dann würde ihm in seiner Vita lediglich noch der Zeitfahr-Olympiasieg fehlen. "Gold wäre noch größer als das Gelbe Trikot", sagte Martin. Den Stundenweltrekord des Briten Bradley Wiggins wird er sich wahrscheinlich nicht vor 2017 vornehmen.

Auf dem topfebenen und technisch kaum anspruchsvollen Meisterschafts-Kurs spielte Martin seine Fähigkeiten überlegen aus. Der viermalige Tour-Etappensieger zeigte sich trotz der kaum vorhandenen Konkurrenz in starker Verfassung.

"Ich bin bereit"

Schon zuvor hatte er mit Blick auf die Tour Überzeugung ausgestrahlt. "Ich bin bereit. Die Aufregung wird zwar schon eine andere sein als bei einer Weltmeisterschaft. Aber ich werde nicht mit zitternden Knien in Utrecht am Start stehen", sagte Martin, der auf das Meisterschafts-Straßenrennen am Sonntag verzichtet und stattdessen in seiner Schweizer Wahlheimat am Bodensee Tour-Feinschliff betreibt.

Martin plant noch zwei harte Trainingseinheiten hinter dem Auto, bevor er bereits am Dienstag zum Grand Départ aufbricht. Sollte sich sein Traum erfüllen, will ihn Martin möglichst lange auskosten: "Das Trikot bis zum Mannschaftszeitfahren der neunten Etappe zu verteidigen, wäre mein Wunsch".

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