Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Radsport >

Tour de France 2015: Tony Martin kämpft weiter ums Gelbe Trikot

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Radsport  

Martin hat Kampf um Gelb längst nicht aufgegeben

05.07.2015, 15:00 Uhr | dpa

Tour de France 2015: Tony Martin kämpft weiter ums Gelbe Trikot. Tony Martin verpasste im Einzelzeitfahren nur knapp den Sieg.

Tony Martin verpasste im Einzelzeitfahren nur knapp den Sieg. Foto: Bas Czerwinski. (Quelle: dpa)

Die Trauerarbeit nach der Pleite zum Tour-Auftakt im tropisch heißen Utrecht war nur von kurzer Dauer. Tony Martin hat das in seiner Paradedisziplin knapp verpasste erste Gelbe Trikot seiner Karriere weiter im Hinterkopf.

"Die Chance ist in den nächsten Tagen noch groß", sagte der 30 Jahre alte Wahlschweizer, nachdem der erste Ärger über den Fünf-Sekunden-Rückstand auf Rohan Dennis im Einzelzeitfahren etwas verflogen war. Der Australier war mit neuem Tour-Geschwindigkeits-Rekord von 55,44 Stundenkilometern zum Sieg auf der ersten Etappe gerast, womit er Chris Boardmans 21 Jahre bestehende Marke verbessert hatte.

Auch Rolf Aldag, der Sport- und Entwicklungs-Manager des belgischen Etixx-Quick Step-Teams, der zusammen mit Martin den magischen 4. Juli generalsstabsmäßig geplant hatte, wollte den "Schwarzen Samstag" schnell abhaken. "Tony ist weit davon entfernt, depressiv zu werden", sagte der Ex-Profi, der zusammen mit seinem Schützling die bisherige Saison ganz auf den "Grand Départ" in Utrecht ausgerichtet hatte.

Mit dem ersehnten Gelb wurde es auch deshalb nichts, weil Martin Temperaturen von 37 Grad besonders zusetzten. "Die Hitze hat mich abgetötet. Ich bevorzuge liebe kühlere Bedingungen, aber das soll keine Entschuldigung sein", sagte der dreimalige Zeitfahr-Weltmeister. Ebenso sei der ominöse Pappbecher nicht schuld am verpassten Sieg. Der Becher war ihm ins Hinterrad geflogen, kostete laut Aldag aber nicht viel Zeit.

Martin muss jetzt die Kurve kriegen und sich andere Ziele setzen. Da könnte der Montag der entscheidende Tag für ihn sein. An der gefürchteten Mauer von Huy im Ziel der dritten Etappe könnte Martins Stunde schlagen. Wenn er auf der Zielsteigung des belgischen Klassikers Flèche Wallonne mit den Besten mitgehen und Dennis abschütteln kann, erscheint Gelb möglich.

Aldag macht sich und seinem Schützling jedenfalls Mut: "Tony kann praktisch jede Tour-Etappe gewinnen. Er hat fast mal auf dem Mont Ventoux gewonnen, siegte in den Vogesen und in Zeitfahren." Seine Pflichten, auch eine entscheidende Rolle im Sprintzug für Ex-Weltmeister Mark Cavendish zu spielen, kommen seinen eigenen Interessen entgegen, vor dem möglichen Showdown in Huy keinen Boden zu verlieren.

Nach abgeschlossener Fehler-Analyse auch durch den Teamarzt Helge Rieppenhof herrschte am Sonntag vor dem Start der zweiten Etappe auf dem Croselaan in Utrecht am Etixx-Teambus routinierte Betriebsamkeit. Martin gab wie immer freundlich ein paar Autogramme und fuhr zum Einschreiben. Die Hektik dürfte steigen, falls Martin in den nächsten Tagen sein Teamtrikot gegen das Maillot Jaune tauschen sollte.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal