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Hintergrund: Angriffe aufs Fahrerfeld bei der Tour

19.07.2015, 15:43 Uhr | dpa

Radsport - Hintergrund: Angriffe aufs Fahrerfeld bei der Tour. Alberto Contador wehrt sich 2011 bei der Tour de France gegen einen als Arzt verkleideten Mann.

Alberto Contador wehrt sich 2011 bei der Tour de France gegen einen als Arzt verkleideten Mann. Foto: Lionel Bonaventure. (Quelle: dpa)

Valence (dpa) - Die Urin-Attacke gegen Spitzenreiter Christopher Froome war nicht der erste Angriff auf Fahrer bei der Tour.

Die Deutsche Presse-Agentur dokumentiert ausgewählte Vorfälle der Tour-Historie:

1904: Bei der zweiten Auflage der Frankreich-Rundfahrt kommt es zur ersten Nagel-Attacke. Auf der 5. Etappe von Nantes nach Bordeaux erleidet auch der spätere Gesamtsieger Henri Cornet Defekte, fährt aber mit zwei platten Reifen noch 40 Kilometer ins Ziel.

1950: Gino Bartali (Italien) wird auf dem Col d'Aspin von französischen Zuschauern zu Fall gebracht. Zwar gewinnt er die Etappe, doch im Rennen fühlt er sich angesichts der feindseligen Zuschauer nicht mehr sicher. Alle italienischen Fahrer steigen aus - auch Spitzenreiter Fiorenzo Magni.

1971: Eddy Merckx wird auf einer Pyrenäen-Etappe von Fans seines Rivalen Luis Ocana angegriffen und mit Steinen beworfen. Ocana, der in der Gesamtwertung deutlich vor dem Belgier rangierte, hatte die Etappe zuvor nach einem unglücklichen Sturz verlassen müssen.

1975: Wieder wird Merckx attackiert. Bei einer schweren Bergetappe springt ein Zuschauer kurz vor der Ziellinie auf die Strecke und boxt dem "Kannibalen" in den Magen. Merckx schafft es ins Ziel, macht aber den Angriff für den verpassten Gesamtsieg verantwortlich.

1999: Nach der 17. Etappe klagen viele Radprofis über kurzzeitige Atembeschwerden und Augenschmerzen. Zuschauer hatten vor Bordeaux von einer Brücke eine Art Tränengas ins Peloton gesprüht, erinnerte sich Jens Voigt: "Uns allen tränten fürchterlich die Augen."

2007: Bei einem Abstecher nach Spanien deponiert die baskische Terror-Organisation ETA zwei kleine Sprengsätze in der Nähe der Tour-Strecke. Nach einer Warnung werden diese in der Ortschaft Belagua erst nach der Durchfahrt des Pelotons gezündet.

2009: Der dreimalige spanische Weltmeister Oscar Freire und Julian Dean aus Neuseeland werden während der 13. Etappe auf einer Abfahrt von zwei Jugendlichen mit Luftgewehren angeschossen. Bleigeschosse treffen Freire am Oberschenkel, Dean am Finger. Beide fahren weiter.

2011: Der dopingverdächtige Titelverteidiger Alberto Contador wird am Anstieg nach L'Alpe d'Huez von einem als Arzt verkleideten Fan mit einer riesigen Plastikspritze bedrängt. Der Spanier schlägt den neben der Strecke laufenden Mann mit der Faust ins Gesicht.

2012: Auf der Abfahrt von der Mur de Péguère streuen Unbekannte Nägel und Reißzwecken auf die Straße, Dutzende Fahrer erleiden Platten. Am schlimmsten erwischt es den Kroaten Robert Kiserlovski, der stürzt und mit Schlüsselbeinbruch die Tour aufgeben muss.

2013: Mark Cavendish wird beim Zeitfahren nach Mont Saint-Michel mit Urin bespritzt. Es wird vermutet, dass die üble Urin-Attacke im Zusammenhang mit dem Sturz im Sprintfinale der zehnten Etappe in St. Malo steht. Dort war Cavendish kurz vor dem Ziel mit dem Niederländer Tom Veelers zusammengestoßen und hatte diesen zu Fall gebracht.

2015: Ähnlich wie Cavendish wird auch Spitzenreiter Christopher Froome auf der Etappe nach Mende mit Urin beworfen. Vorausgegangen waren viele Doping-Andeutungen gegen den Briten speziell im französischen Fernsehen.

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