Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Radsport >

Rad-WM 2015: Tony Martin will Cancellara-Rekord einstellen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Rad-WM 2015  

Martin will vierten WM-Titel und Cancellara einholen

22.09.2015, 11:11 Uhr | dpa

Rad-WM 2015: Tony Martin will Cancellara-Rekord einstellen. Tony Martin hat sich für die WM noch einiges vorgenommen.

Tony Martin hat sich für die WM noch einiges vorgenommen. Foto: Sebastien Nogier. (Quelle: dpa)

Richmond (dpa) - Am 7. Juli hatte sich Tony Martin mit dem Gelben Trikot in der "Hölle des Nordens" einen seiner größten Sportträume erfüllt. Nun will er in Richmond/Virginia mit dem vierten WM-Titel im Zeitfahren die Saison abrunden und den Rekord des Schweizers Fabian Cancellara einstellen.

"Ich will auf jeden Fall die Goldmedaille holen und das WM-Trikot zurück", sagte Martin vor der 53 Kilometer langen Herausforderung. Aber der 30 Jahre alte Wahlschweizer, der die Tour de France zwei Tage nach seinem Triumph in Cambrai mit einem gebrochenen Schlüsselbein verlassen musste, will am Mittwoch besonders auf der Hut sein. "Ich warne davor, diese Goldmedaille schon als selbstverständlich anzusehen, weil Titelverteidiger Wiggins und Cancellara fehlen. Die Konkurrenz ist sehr, sehr stark", meinte Martin, bescheinigte sich selbst aber eine perfekte Verfassung und beste Aussichten: "Ich bin gut vorbereitet. Die Strecke kommt mir vom Profil und der Länge entgegen. Ich hatte sie mir hügeliger vorgestellt."

Als Hauptkonkurrenten machte er Rohan Dennis, Tom Dumoulin und Taylor Phinney aus. Der Australier Dennis hatte zum Auftakt am Sonntag mit seinem BMC-Team wieder WM-Gold im Kampf gegen die Uhr geholt und der Martin-Equipe Etixx-Quick Step eine empfindliche 12-Sekunden- Niederlage beigebracht. Der Niederländer Dumoulin war die große Vuelta-Überraschung und hatte maßgeblichen Anteil am fünften Platz seiner Alpecin-Giant-Mannschaft. BMC-Profi Phinney feiert vor eigenem Publikum nach 14-monatiger Verletzungspause gerade ein umjubeltes Comeback.

Das verpasste Gold bei der vergangenen WM in Ponferrada sei eine "gute Lehrstunde" gewesen, meinte Martin in Richmond. "Im Nachhinein war ich froh über diesen Prozess. Die Fehler in der damaligen Vorbereitung haben wir nicht wiederholt", sagte Martin, ohne ins Detail zu gehen. Er bedauere, dass er nicht direkt Revanche gegen Stunden-Weltrekordler Bradley Wiggins nehmen kann. Der britische Sir und Toursieger von 2012 hatte im April seine Straßen-Karriere beendet und konzentriert sich ausschließlich auf die Bahn-Wettbewerbe bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro.

Die Stadt an der Copacabana ist auch für Martin das letzte große Traumziel seiner Karriere. "Olympia steht jetzt mittelfristig im Mittelpunkt. Rio ist noch mal größer als eine WM", erklärte der Zeitfahr-Spezialist, der in London - damals auch gesundheitlich nach einem bösen Toursturz noch etwas angeschlagen - Silber hinter Wiggins geholt hatte.

Am Sonntag, unmittelbar nach dem Straßenrennen zum WM-Finale, setzt sich Martin - zusammen mit Lisa Brennauer und Mieke Kröger - in den Flieger Richtung Rio. "Dort schaue ich mir die Zeitfahrstrecke an", berichtete der Lausitzer, der in Richmond entgegen sonstigen Gepflogenheiten nur "von einer sehr übersichtlichen" persönlichen Fangemeinde angefeuert wird.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal