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Rad-WM: Tony Martin "mental komplett neben der Spur"

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Debakel für den Topfavoriten  

Tony Martin "mental komplett neben der Spur"

24.09.2015, 12:35 Uhr | sid, t-online.de

Rad-WM: Tony Martin "mental komplett neben der Spur". Tony Martin erreichte im WM-Zeitfahren nicht einmal ansatzweise Normalform. (Quelle: imago/Sirotti)

Tony Martin erreichte im WM-Zeitfahren nicht einmal ansatzweise Normalform. (Quelle: Sirotti/imago)

Für Tony Martin war es eine der größten Enttäuschungen seiner Karriere. Im Zeitfahren der Rad-WM in Richmond erlebte der 30-Jährige als großer Favorit ein Debakel und wurde nur Siebter.

Dem Spezialisten im Kampf gegen die Uhr fiel es schwer, nach einem der schwärzesten Tage seiner Laufbahn Erklärungen für seinen Einbruch zu finden.

"Ich konnte überhaupt nicht mehr in den roten Bereich gehen, ich war einfach mental komplett neben der Spur", sagte Martin zu seiner Leistung.

Martin hofft auf Ablenkung

Der unerklärliche siebte Platz wird wohl noch lange nachwirken. Immerhin glaubt der sonst so verlässliche Radprofi, dass er seinen Frust bis zum WM-Straßenrennen am Sonntag abbauen kann. Dort wird Martin als wichtiger Helfer von John Degenkolb und André Greipel gebraucht. "Wer mich kennt, der weiß, dass ich solche Sachen ganz gut trennen kann. Wenn ich mit der Mannschaft zusammen bin, wird mich das gut ablenken", sagte er.

Im Anschluss will Martin dann Ursachenforschung folgen lassen. Insbesondere mit dem Blick auf die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro. Dort soll seine Laufbahn einen goldenen Schliff bekommen, selbst wenn derzeit wenig für ihn spricht. "Im Vordergrund steht nicht das Ergebnis, sondern die große Frage, was hier passiert ist", sagte Martin.

Martin gibt Rätsel auf

Es ist schwer, aus diesem WM-Zeitfahren, dem schwächsten des dreimaligen Weltmeisters seit sieben Jahren, schlau zu werden. Martins Selbstbewusstsein und seine Leistung im Teamzeitfahren standen im völligen Gegensatz zum Vorjahr. Dort, bei der WM im spanischen Ponferrada, hatte er schon vor seiner Paradedisziplin gehadert, gezweifelt, wurde aber immerhin Zweiter. Diesmal deutete nichts auf solch eine krachende Pleite hin, außer vielleicht die Ausfallzeit nach dem komplizierten Schlüsselbeinbruch bei der Tour de France im Juli.

Möglicherweise fehlten ihm vor der WM wohl einige Kilometer, auch wenn er selbst darin keine Ursache sehen wollte. "Ich habe komplett den Fokus verloren, den Rhythmus verloren, und dann auch die Moral. Das waren eher keine physischen Probleme", sagte Martin.

"Wenn der Zug abgefahren ist..."

Die Niederlage hatte sich früh abgezeichnet. Bereits am ersten Messpunkt hatte der spätere Weltmeister Wasil Kirijienka (Weißrussland) einen verhältnismäßig großen Vorsprung auf den Top-Favoriten, der sukzessive anwuchs. "Wenn der Zug einmal abgefahren ist, fällt es extrem schwer", räumte Martin nein.

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