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Giro d'Italia: Kittel rast zu Etappensieg und Rosa Trikot

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Giro d'Italia  

Kittel rast zu Etappensieg und Rosa Trikot

08.05.2016, 18:10 Uhr | dpa

Giro d'Italia: Kittel rast zu Etappensieg und Rosa Trikot. Marcel Kittel gewann auch die Giro-Etappe am Sonntag.

Marcel Kittel gewann auch die Giro-Etappe am Sonntag. Foto: Bas Czerwinski. (Quelle: dpa)

So richtig anstrengend wurde es für Marcel Kittel erst auf dem großen Podium des Giro d'Italia. Gleich dreimal musste der deutsche Topsprinter die Bühne hinaufklettern, die übergroße Prosecco-Flasche öffnen und viele Hände schütteln.

Er bewältigte die "Schwerstarbeit" mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Zwei Etappensiege, Rosa Trikot und Rotes Trikot - Kittel hat sich zum großen Triumphator beim Auftakt-Wochenende der 99. Italien-Rundfahrt im Gelderland gekrönt.

"Marcel ist so stark, da hatten wir keine Chance"

"Ich bin super glücklich und stolz auf meine Mannschaft. Ich habe zuerst gar nicht realisiert, dass ich das Rosa Trikot habe. Jetzt haben wir zwar ein bisschen mehr Arbeit, aber das ist das Beste, was uns passieren konnte", sagte Kittel, nachdem er sich mit einem weiteren "Finale furioso" lockerleicht den zweiten Etappensieg und die Führung in der Gesamtwertung geholt hatte.

Wie schon am Vortrag sprintete der 27-Jährige auf dem 190 Kilometer langen Teilstück von Nimwegen nach Arnheim in seiner eigenen Liga. Sein deutscher Rivale André Greipel, der Vierter wurde, klopfte ihm anerkennend auf die Schulter. Dank der zehn Sekunden Zeitgutschrift entriss Kittel seinem Freund Tom Dumoulin das Rosa Trikot. "Marcel ist so stark, da hatten wir keine Chance", sagte sein früherer Teamkollege Dumoulin.

Im Rosa Trikot nach Italien

Bei sommerlichen Temperaturen war Kittel auf der Zielgeraden im Herzen von Arnheim erneut nicht zu schlagen. Der Kapitän des Etixx-Quickstep-Teams setzte sich souverän vor den Italienern Elia Viviani und Giacomo Nizzolo durch. Damit holte sich Kittel bereits seinen zehnten Saisonsieg, womit er der erfolgreichste Fahrer in 2016 bleibt.

Als Belohnung darf er auf der vierten Etappe am Dienstag - einen Tag vor seinem 28. Geburtstag - das Rosa Trikot bei der Giro-Rückkehr nach Italien tragen. Neun Sekunden beträgt nun Kittels Vorsprung in der Gesamtwertung auf Dumoulin.

Greipel mit Problemen, Peraud muss nach Sturz aufgeben

Für Kittels deutschen Rivalen Greipel läuft es dagegen noch nicht rund. Der zehnmalige Etappensieger der Tour de France war nach Platz 15 am Samstag diesmal wenigstens im Finale vertreten. Noch bitterer lief es für Jean-Christophe Peraud, den Tour-Zweiten von 2014. Nach einem Sturz auf das Gesicht musste der Franzose aufgeben.

Der große Triumphator beim Giro-Abstecher in den Niederlanden heißt zweifelsohne Kittel. Zwei Etappensiege, dazu neben dem Rosa auch das Rote Trikot für den punktbesten Fahrer - mehr geht kaum. "Das ist für mich sehr speziell", sagte der Modellathlet und betonte: "Nach meinem schweren Jahr eine Etappe bei einer großen Rundfahrt zu gewinnen, bedeutet mir sehr, sehr viel."

Kann Kittel das Rosa Trikot verteidigen?

Die dritte und letzte Etappe auf niederländischem Boden entwickelte sich fast schon typisch für eine Sprinteretappe. Eine vierköpfige Ausreißergruppe, darunter der Niederländer Maarten Tjallingii und der Italiener Giacomo Berlato, durfte ihr Glück versuchen. 1,7 Kilometer vor dem Ziel wurde der letzte Ausreißer Johann van Zyl (Südafrika) gestellt.

Nach dem ersten Ruhetag am Montag folgt die vierte Etappe über 200 Kilometer von Catanzaro nach Praia a Mare. Das Terrain wird dann welliger, trotz zweier Berge der dritten Kategorie hat Kittel Chancen, sein Rosa Trikot erfolgreich zu verteidigen.

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