Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Radsport >

Wieder Unfall mit Motorrad: Radprofi Broeckx im Koma

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Etappe in Belgien abgebrochen  

Wieder Unfall mit Motorrad: Radprofi im Koma

28.05.2016, 17:11 Uhr | dpa, sid, t-online.de

Wieder Unfall mit Motorrad: Radprofi Broeckx im Koma. Lotto-Soudal-Betreuer schnallen nach der abgebrochenen Etappe die Räder auf das Begleitauto. (Quelle: imago/Belga)

Lotto-Soudal-Betreuer schnallen nach der abgebrochenen Etappe die Räder auf das Begleitauto. (Quelle: Belga/imago)

Nach einem durch zwei Begleitmotorräder verursachten Massensturz ist die dritte Etappe der 86. Belgien-Rundfahrt abgebrochen worden. 19 Fahrer wurden in dem Crash verwickelt.

Am schlimmsten erwischte es den Belgier Stig Broeckx, der im Krankenhaus von Aachen im Koma liegt. Broeckx erlitt zwar nicht wie zunächst befürchtet einen Schädelbruch, allerdings ist seine Augenhöhle gebrochen. "Im Moment ist es sehr schwierig, eine Prognose über seine Genesung abzugeben. In der nächsten 24 Stunden wird er genau beobachtet", sagte Teamarzt Servaas Bingé.

Neben Broeckx mussten vier weitere Fahrer ins Krankenhaus gebracht werden, darunter auch der Schwede Fredrik Ludvigsson vom deutschen Team Giant-Alpecin. Er erlitt einen Kahnbeinbruch und wird rund neun Wochen ausfallen.

Der Belgier Pieter Jacobs soll sich den Unterarm gebrochen haben, sein Landsmann Jaap de Man mehrere Rippen.

Rund 65 Kilometer vor dem Ziel soll es auf einer Abfahrt zu einer Kollision von zwei Motorrädern - eines davon habe am Straßenrand gestanden - gekommen sein. Beide Maschinen rutschten in das Feld und erfassten die Fahrer. Das Rennen wurde zunächst neutralisiert und schließlich abgebrochen.

Zweiter böser Sturz für Broeckx

Für Broeckx war es bereits der zweite schlimme Rennunfall mit einem Motorrad in diesem Jahr. Im Februar hatte der Lotto-Soudal-Teamkollege von André Greipel beim Rennen Kuurne-Brüssel-Kuurne einen Schlüsselbeinbruch erlitten. Wenige Wochen später war es zu einem weiteren tragischen Unfall mit einem Begleitfahrzeug gekommen. Beim Halbklassiker Gent-Wevelgem kam der belgische Radprofi Antoine Demoitié ums Leben, nachdem er von einem Motorrad erfasst wurde.

Martin: "Brauchen runden Tisch mit der UCI"

"Schon wieder ein schlimmer Unfall mit Motorrädern", schrieb der dreimalige Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin, der mit im Feld war, bei Twitter. "Was wir jetzt brauchen, ist ein runder Tisch mit dem Weltverband UCI, den Organisatoren der Rennen und den Fahrern. Wir müssen Veränderungen forcieren und einen einheitlichen Sicherheitsstandard bei jedem Rennen festlegen."

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal