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Tour de France 2016: Sprinter-Generalprobe für Kittel und Greipel

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DM in Erfurt  

Sprinter-Generalprobe für die Tour de France

25.06.2016, 13:33 Uhr | sid

Tour de France 2016: Sprinter-Generalprobe für Kittel und Greipel. Lokalmatator Marcel Kittel gilt als Favorit auf den Titel des Deutschen Meisters. (Quelle: imago)

Lokalmatator Marcel Kittel gilt als Favorit auf den Titel des Deutschen Meisters. (Quelle: imago)

Es ist ein Vorgeschmack auf die Sprints der bevorstehenden Tour de France. Am Sonntag duellieren sich Marcel Kittel und André Greipel um die Chance, im Meistertrikot zur Tour zu fahren. Vorher dürfte aber zunächst Tony Martin zum fünften Mal in Folge den Zeitfahrtitel holen.

Eigentlich ist alles angerichtet für Marcel Kittels ersten Meistertitel. Ein Kurs, der ihm liegt, noch dazu in seiner thüringischen Heimat. Wer, wenn nicht er, sollte am Sonntag in Erfurt das Straßenrennen gewinnen und dann das Trikot mit dem schwarz-rot-goldenen Brustring bei der Tour de France tragen.

"Natürlich wäre es großartig, ein Traum", sagt Kittel, doch er warnt vor der Erwartung eines mutmaßlichen Selbstläufers - nicht nur, weil sein Hauptkonkurrent André Greipel heißt.

Ein Showdown der zurzeit wohl weltbesten Sprinter im Peloton ist nach 215 Kilometern zwar ein wahrscheinliches Szenario, doch die Voraussetzungen sind anders als bei anderen Rennen.

"Es wird hart"

Kittel vom Rennstall Etixx-Quick Step und Greipel, bei Team Lotto-Soudal unter Vertrag, werden fast auf sich allein gestellt sein, haben lediglich die Unterstützung ihrer Teamkollegen Tony Martin bzw. Marcel Sieberg. Rennkontrolle wird so äußerst schwierig. "Es wird hart gegen Mannschaften, die mehrere Fahrer an den Start bringen", sagt Kittel.

Der letzte Sprinter-Härtetest vor der Tour soll auch nochmals das Selbstvertrauen stärken für den zu erwartenden Kampf um das Gelbe Trikot am Samstag in einer Woche.

"Werde nicht sterben"

Die 103. Frankreich-Rundfahrt beginnt dann vor dem pittoresken Mont-Saint-Michel mit einer Flachetappe zum Utah Beach, die den deutschen Assen entgegenkommt.

Der wiedererstarkte Kittel könnte dort zum dritten Mal nach 2013 und 2014, der seit Jahren konstante Greipel zum ersten Mal das begehrte "Maillot jaune" überstreifen. "Es ist ein Ziel, das ich gerne erreichen möchte", sagte Greipel, schränkte aber ein: "Wenn ich es nicht erreiche, werde ich nicht sterben."

Deutlich vorhersehbarer als das Straßenrennen bei der DM ist am Freitag das Einzelzeitfahren in Streufdorf nahe der Grenze zu Bayern. Ein ernsthafter Konkurrent für Tony Martin in Normalform, der seinen fünften Titel in Folge und den sechsten insgesamt vor Augen hat, ist nicht in Sicht. Die Strecke über 41 Kilometer empfindet Martin als "anspruchsvoll, man muss ständig konzentriert sein".

Tony Martins Traum

Dennoch wäre ein Sieg für den gebürtigen Cottbuser etwas Besonderes. Wie Kittel oder auch John Degenkolb hat sich Martin in Thüringen die Grundlagen für seine spätere Karriere erarbeitet. "Hier Meister zu werden, wäre ein Traum, der wahr wird", sagt der 31-Jährige deshalb.

Es wäre für ihn zudem der lang ersehnte erste Saisonsieg in seiner Paradedisziplin und auch ein Mutmacher vor den Saisonhöhepunkten. "Ich bin sehr zuversichtlich, was meinen Formaufbau Richtung Tour und Olympia angeht", sagte Martin zuletzt.

Spannung verspricht der Kampf gegen die Uhr aber schon, denn der Bund Deutscher Radfahrer wird anhand der Leistung bei der Meisterschaft den zweiten Olympia-Startplatz im Zeitfahren neben Martin vergeben.

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