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Radsport: Greipel schlägt Kittel und holt dritten Meistertitel

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Radsport  

Greipel schlägt Kittel und holt dritten Meistertitel

26.06.2016, 16:54 Uhr | dpa

Radsport: Greipel schlägt Kittel und holt dritten Meistertitel. Radprofi André Greipel wurde erneut Deutscher Straßenmeister.

Radprofi André Greipel wurde erneut Deutscher Straßenmeister. Foto: Uwe Zucchi. (Quelle: dpa)

 Zum dritten Mal André Greipel, Dauer-Titelträger Tony Martin und Trixi Worrack mit dem Comeback des Jahres haben am Wochenende die deutschen Straßenmeisterschaften in Erfurt geprägt.

Sechs Tage vor dem ersten Kampf um das Gelbe Trikot bei der Tour de France setzte sich der bullige Greipel im Straßenrennen gegen Marcel Kittel nach 215,6 Kilometern durch und düpierte seinen mutmaßlich härtesten Konkurrenten bei den Massensprints der kommenden Wochen.

Der gebürtige Rostocker gewann auf dem Juri-Gagarin-Ring in Erfurt die Generalprobe der Topsprinter vor der Tour-Auftakt-Etappe am kommenden Samstag in der Normandie. Greipel verwies den lange verletzten Max Walscheid aus Neuwied und den bitter enttäuschten Kittel bei dessen Heimspiel auf die Plätze zwei und drei.

"Das war im Finale total chaotisch. Dank an meinen Anfahrer Marcel Sieberg - der ist heute wieder für drei gefahren. Jetzt freue ich mich auf Fußball", lautete Greipels erste Reaktion nach seinem erneuten Titelgewinn nach 2013 und 2014.

Schon auf dem flachen Kurs der Tour-Auftakt-Etappe von Saint-Mont-Michel nach Utah Beach geht es für die beiden zur Zeit wohl schnellsten Sprinter der Welt am Samstag um das Gelbe Trikot. Greipel, bei Kittels Abwesenheit im Vorjahr vierfacher Etappengewinner, trug es noch nie. Kittel startete 2013 und 2014 jeweils im "Maillot Jaune" in die Tour.

Nach dem bisherigen Saisonverlauf gelten der leicht erkältete Thüringer und Greipel als die Männer, die es an der Atlantikküste zu schlagen gilt. Kittel will nach seiner Zwangspause im Vorjahr ganz relaxt an die Sache herangehen: "Ich sehe gar nicht ein, dass ich der Favorit sein soll", sagte Kittel im Hinblick auf den Tour-Auftakt.

Nach gut 80 Kilometern hatte sich auf dem windanfälligen Flachkurs in Erfurt am Sonntag eine achtköpfige Spitzenreitergruppe mit prominenter Besetzung gebildet. Zeitfahrmeister Martin, Greipel und Tour-Etappensieger Simon Geschke waren mit von der Partie. Sie kamen aber nie weiter als 45 Sekunden vom Verfolgerfeld weg. Danach versuchten es immer wieder Ausreißer, zuletzt drei, die drei Kilometer vor dem Ziel gestellt wurden. Kurz danach waren vier Profis zu Fall gekommen.

Am Freitag hatte Martin seinen fünften Meistertitel in Serie als Formsache und erfolgreichen Aufgalopp für die am 2. Juli beginnende Tour abgehakt. Bei tropischen Temperaturen in Streufdorf in seiner früheren Heimat Thüringen hatte er der Konkurrenz im Zeitfahren über 41 Kilometer nicht den Hauch einer Chance gelassen. Er siegte in 49:14 Minuten (Stundenmittel 49,97) vor dem Freiburger Jasha Sütterlin (+ 1:39 Minuten).

Vorher hatte die 34 Jahre alte Trixi Worrack, die sich am Sonntag nicht in Szene setzte, mit einem unglaublichen Comeback geglänzt. Drei Monate nach ihrem schweren Sturz in Italien, nachdem sie in einer Operation eine Niere verlor, siegte die Rio-Starterin nach 26,2 Kilometern in 36:47 Minuten 22 Sekunden vor Stephanie Pohl.

Martin, so schlank wie nie, hatte sich mit seinem ersten Saisonsieg Rückenwind für die Tour geholt. "Das war ein schöner Formtest vor dem ersten Zeitfahren der Tour, bei dem ich mir Siegchancen ausrechne", hatte der 31 Jahre alte Wahlschweizer erklärt.

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