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Radsport - Tour: Einsatz von Wärmebildkameras gegen Motordoping

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Betrügern auf der Spur  

Mit Wärmebildkameras gegen Motordoping

28.06.2016, 12:33 Uhr | dpa

Radsport - Tour: Einsatz von Wärmebildkameras gegen Motordoping. Der französische Sportminister Thierry Braillard will Wärmebildkameras gegen Motordoping einsetzen.

Der französische Sportminister Thierry Braillard will Wärmebildkameras gegen Motordoping einsetzen. Foto: Yoan Valat. (Quelle: dpa)

In Kooperation mit dem Weltverband UCI will der Tour-Veranstalter ASO rigoros gegen das sogenannte Motordoping vorgehen.

Bei der am Samstag in Mont-Saint-Michel startenden 103. Frankreich-Rundfahrt werden zum ersten Mal auch hoch entwickelte Wärmebild-Kameras eingesetzt, wie Sportminister Thierry Braillard bestätigte. Sie sollen versteckte Minimotoren in den Rädern aufspüren.

Der Radsport-Weltverband UCI setzte bisher bei der Suche nach mechanischen Antrieben im Sattelrohr oder der Hinterradnabe auf Magnetresonanz-Untersuchungen vor und nach den Rennen. Die UCI sprach von 4000 bevorstehenden Tour-Tests. Die Wärmebildkameras, die auch schon bei Rennen in Italien eingesetzt worden waren, können von Begleitmotorrädern aus genutzt werden.

Der Kamera-Einsatz war erfolgreich bei den französischen Straßenmeisterschaften in Vesoul am vergangenen Wochenende getestet worden. Sie sollen auch im Stillstand Motoren aufspüren, also wenn noch keine Wärme erzeugt wurde.

Die UCI geht seit knapp zwei Jahren - ohne Kameras - gegen Motordoping vor, wurde aber erst einmal fündig. Am 30. Januar wurde die 19 Jahre alte Belgierin Femke van den Driessche bei der Cross-WM erwischt und gesperrt. "Wir werden sehr intensiv kontrollieren", kündigte UCI-Chef Brian Cookson vier Tage vor dem Tourstart in der Normandie an.

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