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Tour de France 2016: So gut waren die deutschen Starter

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Tour de France 2016  

Zwei Siege: Die deutschen Profis bei der Tour de France

25.07.2016, 09:49 Uhr | dpa

Tour de France 2016: So gut waren die deutschen Starter. Für Marcel Kittel (M) reichte es in diesem Jahr nur zu einem Etappensieg.

Für Marcel Kittel (M) reichte es in diesem Jahr nur zu einem Etappensieg. Foto: Yoan Valat. (Quelle: dpa)

Paris (dpa) - Diesmal gab es keinen Deutschen im Gelben Trikot, die Siegquote fällt bei der 103. Tour de France so schlecht für Tony Martin, André Greipel, Marcel Kittel & Co aus wie seit fünf Jahren nicht mehr.

Immerhin gelang Greipel wieder der prestigeträchtige Sieg beim Finale am Sonntag in Paris. Schon vorher hatte er gesagt: "Damit kann ich meine Tour retten."

SPRINT-Experten: André Greipel (34) und Marcel Kittel (28). Der eine holt ein Jahr vorher vier Siege, der andere ist 2015 nach seinen Tagen in Gelb 2013 und 2014 gar nicht dabei. 2016 verpassen beide das erste große Ziel: Mit einem Sieg bei der ersten Etappe ins Gelbe Trikot zu schlüpfen. Etixx-Quickstep-Fahrer Kittel, der bereits zehn Saisonerfolge vorzuweisen hat, gelingt drei Tage später immerhin ein Etappensieg.

Greipel ist in Top-Form und mit drei Giro-Tagessiegen zur Tour angereist. Der Rostocker Kapitän des Lotto-Soudal-Teams wird auf der dritten Etappe nur um Zentimeter geschlagen. Vor einem Jahr gelang dem 34-Jährigen Platz eins auf der letzten Etappe. Und das will er unbedingt wieder. Es gelingt. Pech hat Kittel: Er muss 35 Kilometer vor dem Ende sein Rad wechseln, verliert viel Zeit. Völlig frustriert und wütend muss er sich mit großem Kraftaufwand wieder ans Feld heranarbeiten. Für den Sieg reicht es nicht mehr.

KLETTER-Experte: Simon Geschke (30). Der Berliner geht diesmal leer. Vor einem Jahr trägt er noch zur starken deutschen Bilanz mit seinem Überraschungssieg in den Alpen bei. In diesem Jahr ist für den Helfer von Giant-Alpecin-Kapitän Warren Barguil und den zweifachen Etappensieger Tom Dumoulin nichts drin. Nach der Etappe mit Ziel in Montpellier schreibt Geschke: "Das war sicher eine der chaotischsten und hektischsten Rennen, auf die ich in meiner Karriere zurückblicken kann."

KLASSIKER-Experte: John Degenkolb (27). Er kann das letzte kleine bisschen nicht abrufen. "Mir fehlt zurzeit das Selbstvertrauen und das Stehvermögen", sagt er. In Bern verpasste er einen Sieg. "Bei 250 Metern vor dem Ziel einfach "Augen zu und durch" ging nicht, obwohl ich die Beine dazu hatte." Ein Sieg bei der bedeutendsten Radrundfahrt fehlt Degenkolb, Gewinner der Klassiker Mailand - Sanremo und Paris-Roubaix 2015, weiterhin.

ZEITFAHR-Experte: Tony Martin (31). Er verpasst den Sieg beim Einzelzeitfahren, seiner Spezialdisziplin, deutlich. Der dreimalige Weltmeister ist über zwei Minuten langsamer als Gewinner Dumoulin. Er hat abgenommen, gilt auch als Kandidat für die ein oder andere Etappe mit Klassiker-Format. Martin attackiert, etwa auf der Etappe nach Bern, fährt 175 Kilometer mit einem Teamkollegen Julian Alaphilippe vornweg. Er wird wie bei zwei weiteren Ausreißversuchen gestellt. Im Ziel liegt er 12:20 Minuten zurück, Martin ist Etappenvorletzter.

Schon bis zur Tour konnte er gerade mal einen Saisonsieg feiern - bei den deutschen Meisterschaften im Zeitfahren. Von einem Tag in Gelb wie bei 2015, als er mit einem Schlüsselbeinbruch vorzeitig ausscheidet, ist Martin bei dieser Tour weit entfernt. Und als ob das nicht reichen würde, muss er auf letzten Etappe aufgeben. Das linke Knie macht zu große Probleme. Und bis Olympia ist nicht mehr viel Zeit.

KLASSEMENT-Experte: Emanuel Buchmann (23). Ihm gehört sicher die Zukunft im deutschen Radsport. Die Erwartungen nach seinem dritten Platz bei der Königsetappe vor einem Jahr kann er allerdings nicht ganz erfüllen. Verliert auch auf seinem Terrain in den Bergen immer wieder Zeit.

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