Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Radsport >

Radsport: Alpecin wird Sponsor des Martin-Teams Katuscha

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Radsport  

Alpecin wird Sponsor des Martin-Teams Katuscha

11.10.2016, 15:40 Uhr | dpa

Radsport: Alpecin wird Sponsor des Martin-Teams Katuscha. Sponsor Alpecin trennt sich vom Team Giant.

Sponsor Alpecin trennt sich vom Team Giant. Foto: Remko de Waal. (Quelle: dpa)

Bielefeld (dpa) - Der Rad-Sponsor Alpecin geht für zwei Jahre eine nicht risikoarme Partnerschaft mit dem russischen Rennstall Katuscha ein.

In der Bielefelder Zentrale des Shampoo-Herstellers, der mit dem Werbespruch "Doping für die Haare" warb, wurde die mit einer Millionenspritze verbundene Kooperation am 11. Oktober besiegelt. Katuscha-Alpecin fährt zukünftig unter Schweizer Lizenz, der Umfang der finanziellen Unterstützung wurde nicht beziffert.

"Wir wissen, dass das viele kritisch sehen, aber wir sind auch vor zwei Jahren kritisch beäugt worden", sagte der geschäftsführende Alpecin-Gesellschafter Eduard R. Dörrenberg, dessen Firma den Einstand ins Profigeschäft 2015 bei Giant gegeben hatte. Der neue Partner Katuscha habe aus der Vergangenheit "mehr gelernt als andere".

Wegen ihrer Doping-Vergangenheit ist das bisher von Wjatscheslaw Jekimow geführte Katuscha-Team, das sich die Dienste des dreifachen Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin gesichert hatte, umstritten. Laut Dörrenberg soll der Manager durch den Portugiesen José Azevedo ersetzt werden, der allerdings ebenfalls in Diensten des Groß-Dopers Lance Armstrong gestanden hatte. "Ich wechsle auf eigenem Wunsch in die Marketing-Abteilung", teilte Jekimow mit.

Das bis 2012 vom früheren Gerolsteiner-Chef Hans-Michael Holczer gemanagte Team der russischen Bekleidungskette produzierte regelmäßig Doping-Schlagzeilen. Vor drei Jahren hatte das Team nach diversen Dopingfällen vom Internationalen Radsport-Verband UCI keine Lizenz erhalten. Erst vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS wurde sie erstritten.

"Radsport ist nicht anders als Fußball, wo Spieler, Trainer und Sponsoren jedes Jahr wechseln können. Wir sehen große Möglichkeiten den Radsport noch populärer und erfolgreicher zu machen", sagte Dörrenberg auch vor dem Hintergrund des Tour-Starts im kommenden Juli in Düsseldorf und der Wiederbelebung der Deutschland-Tour ab 2018.

Alpecin hatte sich die vergangenen beiden Jahre beim Giant-Team engagiert. Der Abgang der deutschen Stars Marcel Kittel (2016 zu Etixx) und John Degenkolb (2017 zu Trek-Segafredo) leitete das Ende der Zusammenarbeit mit den Niederländern ein. Das zukünftige finanzielle Radsport-Engagement bewege sich etwa in der Höhe wie bisher, "plus Inflationsausgleich".

Die Leitung des Bielefelder Familienunternehmens hatte offensichtlich ebenso wenig wie das neue Aushängeschild Martin Bedenken vor dem neuen Miteinander. "Uns interessiert die Zukunft - nicht die Vergangenheit. Die Argumente und die Ausrichtung des Teams haben uns überzeugt. Der Anti-Doping-Kampf bleibt uns wichtig", hatte Martin-Manager Jörg Werner nach der Verpflichtung des Wahlschweizers im August erklärt.

Der neue Team-Vorstand Alexis Schoeps fand am Dienstag starke Worte: "Wir sprechen nicht über Anti-Doping, weil das kein Marketing-Thema ist. Wir reden nicht, wir handeln". Wie üblich existiere laut Dörrenberg "natürlich" auch eine Vertrags-Ausstiegsklausel bei Doping.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal