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„Der letzte Lügner“ – Ullrichs neuer Job sorgt für Ärger

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Ex-Tour-Sieger in der Kritik  

„Der letzte Lügner“ – Ullrichs neuer Job sorgt für Ärger

17.05.2017, 17:59 Uhr | ako, t-online.de

„Der letzte Lügner“ – Ullrichs neuer Job sorgt für Ärger. Ex-Tour-Sieger Jan Ullrich wurden nach der Doping-Verurteilung durch den Sportgerichtshof CAS alle Erfolge ab Mai 2015 aberkannt. (Quelle: dpa/EPA/ENNIO LEANZA)

Ex-Tour-Sieger Jan Ullrich wurden nach der Doping-Verurteilung durch den Sportgerichtshof CAS alle Erfolge ab Mai 2015 aberkannt. (Quelle: EPA/ENNIO LEANZA/dpa)

Jan Ullrichs neue Tätigkeit als „Sportlicher Leiter“ von „Rund um Köln“ ruft Kritik hervor. Der übertragende Fernsehsender zieht bereits Konsequenzen und ein renommierter Doping-Jäger ist richtig sauer.    

Werner Franke – einer der führenden Doping-Experten Deutschlands – ist von Ullrichs neuem Job geradezu schockiert: „Das ist fatal, auch für das Fernsehen.“

Frankes harsche Kritik an Ex-Tour-Sieger Ullrich

Problematisch sind für Franke die Dopingvorwürfe gegen Ullrich. 2006 war der Ex-Profi deshalb von der Tour de France ausgeschlossen worden. Sechs Jahre später folgte eine Doping-Verurteilung durch den internationalen Sportgerichtshof CAS. Alle Erfolge ab Mai 2005 wurden aberkannt.

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Jan Ullrich gibt erstmals Blut-Doping zu

Von Betrug will der Tour-de-France-Sieger nicht sprechen. zum Video

Trotzdem räumte Ullrich erst 2013 ein, gedopt zu haben – allerdings ausschließlich mit Eigenblut. Von Betrug könne keine Rede sein, denn er habe nichts genommen, „was andere nicht auch genommen haben.“ Franke bezweifelt das: „Ullrich ist der letzte Lügner.“

Fernsehsender zieht bereits Konsequenzen

Für Verwirrung hatte zuvor „Rund um Köln“-Organisator Artur Tabat gesorgt, der zur Doping-Vergangenheit seines Freundes Ullrich sagte: "Kritische Stimmen gibt es immer. Aber schauen Sie sich an, was in Russland mit Doping passiert. Da war das früher doch harmlos."

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Steffen Simon vom übertragenden Sender WDR reagierte umgehend: "Wir halten an unserer geplanten Zusammenfassung fest, es wird aber kein reiner Rennbericht mehr werden. Wir werden uns auch mit den Aussagen von Herrn Tabat beschäftigen."

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