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Mythos Alpe d'Huez - das große Spektakel

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Tour de France  

Mythos Alpe d'Huez - das große Spektakel

20.06.2008, 13:17 Uhr | t-online.de

Rad-Spektakel Alpe d'Huez: Volksfest in den Alpen (Foto: imago)Rad-Spektakel Alpe d'Huez: Volksfest in den Alpen (Foto: imago) Es ist wieder soweit: Auf der 17. Etappe der diesjährigen Tour de France steht wieder die Bergankunft in Alpe d'Huez auf dem Programm. Seit 1976 gehört der Anstieg zum Pflichtprogramm bei der Frankreich-Rundfahrt. Was haben sich auf den 21 Spitzkehren hinauf zum 1850 Meter hoch gelegenen Skiort nicht schon für Dramen abgespielt! Dabei gibt es bei der Tour sicher höhere und steilere Berge. Der nahe gelegene Col du Galibier oder der Tourmalet in den Pyrenäen gehören dazu. Aber die 14 Kilometer lange und rund acht Prozent steile Auffahrt nach Alpe d'Huez - da sind sich die Radsport-Fans einig - ist ein Mythos

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Unglaubliche Strapazen

Rund 500.000 Menschen werden wieder am Straßenrand stehen und die Fahrer frenetisch anfeuern, die jeder Aufmunterung gut gebrauchen können. Denn die Quälerei ist schier unerträglich: Bei durchschnittlich acht Prozent Steigung können die Profis an keiner Stelle verschnaufen. Zudem wird die Hitze zu einer zusätzlichen Belastung. Im Begleitwagen des Teams Gerolsteiner soll einmal eine Asphalttemperatur von 46,5 Grad Celsius gemessen worden sein.

Noch immer der "Berg der Holländer"

Für die Fans ist der Kampf Mensch gegen Berg ein Riesenspektakel. Die niederländischen Schlachtenbummler (natürlich in orangefarbenen Trikots) dürften wieder zahlreich vertreten sein, denn Alpe d'Huez gilt noch immer als "Berg der Holländer". Bis 1989 wurden von 14 Bergankünfte acht von niederländischen Fahrern gewonnen, wobei Joop Zoetemelk mit zwei Siegen in den siebziger Jahren der Bekannteste ist.

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Hinault Hand in Hand mit Greg LeMond

Vor allem aber die emotionalen Momente waren es, die "L'Alpe" zum Mythos gemacht haben. Laurent Fignon holte sich hier 1983 sein erstes Gelbes Trikot, ein Jahr später avancierte der Kolumbianer Luis Herrera mit seinem Sieg zum nationalen Sportheld. Legendäres spielte sich auch 1986 ab, als die Mannschaftskollegen Bernard Hinault und der spätere Gesamtsieger Greg LeMond die gesamte Konkurrenz abhängten und Hand in Hand die Ziellinie überquerten.

Guerinis Sieg unvergessen

In den neunziger Jahren sorgten die Italiener für Schlagzeilen. Gianni Bugno triumphierte 1990 und 1991. In den Hochzeiten des EPO-Dopings siegte der "Pirat" Marco Pantani 1995 und 1997 in einer bisher nicht erreichten Bestzeit von 37:35 Minuten. Dass die Nähe zu den jubelnden Menschenmassen auch verhängnisvolle Folgen haben kann, bekam Giuseppe Guerini 1999 zu spüren: Der Telekom-Fahrer stürmte den Gipfel entgegen, als er von einem fotografierenden Zuschauer plötzlich umgerempelt wurde. Geschockt lag er auf dem Boden, rappelte sich aber in sekundenschnelle wieder auf und gewann noch die Etappe.

Es muss wieder etwas Spektakuläres passieren

Fast schon roboterhaft führ Lance Armstrong mit seinem Nähmaschinentritt 2001 und 2004 zwei Erfolge ein. Auch der Sieg von Fränk Schleck 2006, als die Tour zum letzten Mal in Alpe d'Huez Station machte, verlief unaufregend. Es wird also Zeit, dass wieder etwas Spektakuläres passiert - oder ein Holländer gewinnt...

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