Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Tour de France >

DM: Wegmann fährt im schwarz-rot-goldenen Trikot zur Tour

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Deutsche Meisterschaft  

Wegmann im schwarz-rot-goldenen Trikot zur Tour

29.06.2008, 19:50 Uhr | sid

Fabian Wegmann verteidigt in Bochum seinen nationalen Meistertitel. (Foto: imago)Fabian Wegmann verteidigt in Bochum seinen nationalen Meistertitel. (Foto: imago) Sechs Tage vor dem Start der 95. Tour de France hat sich Fabian Wegmann zum zweiten Mal nach 2007 den deutschen Meistertitel auf der Straße geholt. Der 28 Jahre alte Radprofi aus Münster vom Team Gerolsteiner, der sich bei der Tour wieder mit dem schwarz-rot-goldenen Trikot schmücken darf, verwies in Bochum Altmeister Erik Zabel (Team Milram) und Topsprinter Gerald Ciolek vom T-Mobile-Nachfolger High Road mit 4 Sekunden Vorsprung nach 210 Kilometern auf die folgenden Plätze. Wegmann hatte sich in der letzten Runde ein Herz gefasst und aus einer Spitzengruppe mit allen Favoriten attackiert. Der alte und neue Meister war 5:14:02 Stunden unterwegs.

Zum Durchklicken Die Favoriten aufs Grüne Trikot

Experte Sünder Jaksche klärt über Doping auf
Zeitfahren Der deutsche Meister darf nicht mit zur Tour

Trikot für die Freundin

"Im letzten Anstieg habe ich alles auf eine Karte gesetzt, weil ich wusste, dass ich im Spurt gegen die starken Zabel und Ciolek sicher keine Chancen gehabt hätte. Ich bin jetzt fix und fertig, aber die Titelverteidigung war ein großer Traum von mir. Schön, dass mich meine Freundin Johanna bei den Fernseh-Übertragungen von der Tour in meinem Trikot jetzt leichter erkennt", freute sich Wegmann auf der auch schon von Herbert Grönemeyer besungenen Königsallee in Bochum, wo sich die Zuschauer-Zahl am Tag des EM-Endspiels zunächst in sehr überschaubarem Rahmen hielt. Dennoch sprach der Veranstalter am Schluss von insgesamt 200.0000 Fans an der gesamten Strecke.

Österreich statt Frankreich Boonen akzeptiert Ausladung
Absage Bennati fährt nicht bei der Tour mit

Außenseiter dominieren lange das Rennen

Nach der fünften von elf Runden durch Bochum hatte sich auf einem eher weniger anspruchsvollen Kurs eine zehnköpfige Spitzengruppe gebildet, in der die Prominenz fehlte. Lange Zeit sah es fast nach einem Überraschungsmeister aus, aber im Finale formierte sich eine Verfolger-Gruppe, in der alle Favoriten fuhren. 21 Kilometer vor Schluss wurde das letzte dreiköpfige Überbleibsel der ersten Ausreißer-Formation von einer 20-köpfigen Spitzengruppe gestellt. Daraus formierte sich die entscheidende Kopfgruppe, aus der Wegmann seinen Angriff startete. "Jetzt hoffe ich auf Olympia", sagte Wegmann nach seiner erfolgreichen Titelverteidigung.

Zugpferd Kim Kirchen führt Team Columbia an
Schweizer Zeitfahrmeister Cancellara dominiert

Wer ersetzt Gerolsteiner als Sponsor?

Vielleicht ein Erfolg zum idealen Zeitpunkt, schließlich wird Mitte nächster Woche die Entscheidung über die Zukunft des Teams fallen. "Es wird am Dienstag noch eine Besprechung geben, dann werden wir am Mittwoch oder Donnerstag eine Entscheidung verkünden", sagte Teamchef Hans Michael Holczer. Der Mineralwasserkonzern Gerolsteiner beendet zum Jahresende nach über zehn Jahren sein Engagement beim Holczer-Team.

Klöden nicht für Olympia nominiert

Nach den Meisterschaften setzte sich der Verbands-Vorstand zusammen und nominierte früher als erwartet die beiden Teams für die Olympischen Spiele (8. bis 24. August). Wie der BDR mitteilte, sollen drei Frauen und fünf Männer in Peking dabei sein - bei der jeweils höchstmöglichen Zahl an Startplätzen gab es keine Überraschungen. Der BDR schlug Judith Arndt, Hanka Kupfernagel, Trixi Worrack, Bert Grabsch, Stefan Schumacher, Gerald Ciolek, Jens Voigt und Fabian Wegmann vor. Die endgültige Nominierung erfolgt am 15. Juli durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Andreas Klöden vom umstrittenen Astana-Team steht wie erwartet nicht auf der Liste.

Patrik Sinkewitz "Sauberer Sport nicht erwünscht"
Der Berg der Holländer Mythos L'Alpe d'Huez
Grischa Niermann "Enttäuschung ist groß"

Auch Keller verteidigt ihren Titel

Eine Titelverteidigung gab es auch bei den Frauen. Dort wiederholte High-Road-Fahrerin Luise Keller ihren Vorjahrestriumph. Sie siegte nach 114,6 Kilometern mit einem Vorsprung von 42 Sekunden vor Eva Lutz (Equipe Nürnberger), die den Verfolgersprint gegen Tina Liebig (Team DSB) für sich entschied. Keller, die im Vorjahr in Wiesbaden erstmals den Meistertitel gewonnen hatte, bedankte sich nach dem Rennen bei ihren Mannschaftskolleginnen für "die tolle Teamleistung". So hatte Einzelkämpferin Hanka Kupfernagel keine Chance, zumal die Zeitfahr-Weltmeisterin vier Kilometer vor dem Ziel auch noch einen Reifenschaden hatte. Am Ende langte es für Kupfernagel, die zwei Tage zuvor in Luckau den deutschen Meistertitel im Zeitfahren gewann, nur zum fünften Platz.

Überblick Alle Tour-Sieger seit 1903
Überblick Alle Sieger des Grünen Trikots
Überblick Alle deutschen Etappensieger
Überblick Alle deutschen Fahrer im Gelben Trikot

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal