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Tour de France: ASO kämpft um Glaubwürdigkeit - und gegen Doping

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Kampf gegen Doping  

Die Tour kämpft um ihre Glaubwürdigkeit

01.07.2008, 15:25 Uhr | dpa

Patrice Clerc kämpft um das Image der Tour. (Foto: imago)Patrice Clerc kämpft um das Image der Tour. (Foto: imago) Die Tour de France ohne Titelverteidiger Contador. Ohne Boonen, Petacchi, Klöden, Rasmussen, Mayo und Winokurow: Die Anti-Doping-Offensive im Radsport hat Wirkung gezeigt.

Auch wenn Erik Zabels Prognose der womöglich "saubersten Tour seit langem" so manchem noch bitter aufstoßen könnte - der Tour-Veranstalter Amaury Sport Organisation (ASO) mit Präsident Patrice Clerc hat versucht, mögliche Gefahren-Quellen zu orten. Nichts soll dem Image schaden und den Geldfluss stören.

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Gewinne im Millionenbereich

Es geht um viel. Nach dem Vorstandsbericht der ASO 2005, den sich der Journalist Pierre Ballester für sein Buch "Stürme über der Tour" verschafft hat, lag der Umsatz bei 135 Millionen Euro, und es wurde ein Gewinn von 27,6 Millionen erzielt. Von einem solchen Umsatz-Gewinn-Verhältnis können andere Veranstalter nur träumen.

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Rote Karte für Astana

Die ASO will reinen Tisch machen. Das von der kasachischen Industrie großzügig gesponserte Astana-Team, das die Tour 2007 nach dem Dopingfall Alexander Winokurow verließ, erhielt diesmal die Rote Karte - trotz runderneuerter Führungsebene. Damit geht die Tour ohne den spanischen Vorjahressieger und amtierenden Giro-Gewinner Alberto Contador, ohne den Tour-Dritten Levi Leipheimer aus den USA und den zweifachen Tour-Vize Andreas Klöden auf Reisen. Auch der letztjährige Gewinner des Grünen Trikots, Tom Boonen, fehlt, da er in eine Kokain-Affäre verstrickt ist

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Abkehr vom Weltverband

Zudem brach die ASO mit dem Weltverband UCI, dem die Franzosen einen Großteil ihrer Schwierigkeiten des Vorjahres anlasteten. Ohne UCI-Versäumnisse hätte es nach ASO-Auffassung nicht den Fall des Dänen Michael Rasmussen gegeben, der im Gelben Trikot von seinem Team während der Tour vor die Tür gesetzt wurde. Und auch nicht die während des Rennens bekanntgewordene Doping-Affäre Patrik Sinkewitz.

Gemeinsamer Kampf gegen Doping

Um diesmal keine bösen Überraschungen zu erleben, wurde ein Strafenkatalog mit hohen Geldbußen aufgestellt, dem sich alle 20 Teams unterwarfen. Sollte ein Dopingfall mit Team-Duldung oder -Unterstützung aufgedeckt werden, muss die Mannschaftsleitung 100.000 Euro an den Französischen Verband FFC zahlen. Das Geld fließt in die Doping-Bekämpfung. Der FFC übernimmt bei der diesjährigen Tour die Oberaufsicht. Die Dopingkontrollen laufen unter der Regie der französischen Anti-Doping-Agentur. Bei Streitfällen soll es durch das "Chambre Arbitrale du Sport" in 24-stündigen Eilverfahren Entscheidungen geben, die für alle Seiten verbindlich sind.

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