Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Tour de France >

Hans-Michael Holczer: Zukunft von Team Gerolsteiner weiter ungewiss

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Gerolsteiner  

Gerolsteiner steht vor dem Aus

02.07.2008, 13:53 Uhr | dpa

Sorgenfalten bei Manager Hans-Michael Holczer (Foto: imago)Sorgenfalten bei Manager Hans-Michael Holczer (Foto: imago) Die Tour de France wird für das ums Überleben kämpfende Gerolsteiner-Team zum letzten Rettungsanker. Drei Tage vor dem Tour-Start in Brest teilte Team-Manager Hans-Michael Holczer mit, dass die Suche nach einem neuen Geldgeber bislang ergebnislos geblieben ist. Leider sei es nicht gelungen, "einen Partner zu finden, bei dem abzusehen wäre, dass er die Rolle von Gerolsteiner als Hauptsponsor des gleichnamigen Radteams ab dem Jahr 2009 übernehmen wird".

Tour 2008 Kampf um die Glaubwürdigkeit
Wegmann "Wollen eine Etappe gewinnen"
Österreich statt Frankreich Boonen akzeptiert Ausladung

Henn: "Hoffnung, dass es doch weitergeht"

Vor der drohenden Schließung will die Mannschaftsleitung aber noch die Frankreich-Rundfahrt abwarten. "Wir haben während der drei Wochen Tour jetzt noch die Hoffnung, dass es doch noch weitergeht", sagte Teamchef Christian Henn. Andernfalls würde nach dem Rückzug von T-Mobile ausgerechnet einzig die Dortmunder Equipe Milram, die erst seit sechs Monaten als deutsches Team antritt, in der kommenden Saison die schwarz-rot-goldenen Farben in der ProTour vertreten.

Lotto-Team Evans mit Startnummer eins
Absage Bennati fährt nicht bei der Tour mit

Milram steht vor Umstrukturierung

Und Milram bastelt schon eifrig am Kader für 2009 - vor allem auf dem deutschen Markt ist die Team-Leitung umtriebig. "Wir wollen groß umstrukturieren. Ich bin an allen guten deutschen Fahrern interessiert, die in unsere Mannschaft passen", sagte Milram-Manager Gerry van Gerwen. Der Niederländer, der wegen des sich abzeichnenden Karriere-Endes des geständigen Doping-Sünders Erik Zabel künftig wohl vermehrt auf Classements-Fahrer setzen wird, sagte: "Bis jetzt habe ich noch mit keinem Fahrer von Gerolsteiner verhandelt."

Prämien Bei der Tour werden mehr als 3 Mio. verteilt
Aberkannt Landis ist nicht mehr Tour-Sieger

Holczer gibt nicht auf

Trotz der enttäuschenden Sponsorensuche will sein Kollege Holczer, der den Gerolsteiner-Rennstall 1998 gegründet hatte, aber nicht aufgeben. "Entgegen der ursprünglichen Absicht, die Schließung des Rennstalls zum Ende der Saison sofort anzukündigen", hätten ihn Gespräche mit Interessenten und die Einschätzung von Marketingfachleuten davon überzeugt, die Tour und den folgenden Monat abzuwarten, ehe er "diesen endgültigen Schritt" vollzieht. Er klammert sich an die vage Hoffnung, dass eventuell "ein unter zwei unterschiedlichen Firmen geteiltes Hauptsponsorat" realisierbar ist.

Keine sicheren Jobs für Fothen und Schumacher

So optimistisch, dass er seinen Leistungsträgern wie dem WM-Dritten Stefan Schumacher und dem Tour-Hoffnungsträger Markus Fothen einen sicheren Job im kommenden Jahr anbietet, ist Holczer aber nicht. "Wir werden also noch weiter um den Fortbestand des Teams kämpfen, möchten dies aber nicht als eine Form der Aufforderung an unsere Fahrer verstanden wissen, Vertragsunterschriften unvertretbar lange hinauszuzögern, so dass sich daraus ein berufliches und wirtschaftliches Risiko ergeben könnte", erläuterte Holczer.

Fothen sieht Tour als Schaufenster

Auch Henn kann es keinem Fahrer verdenken, "wenn er sich jetzt umschaut", sagte der frühere Telekom-Profi, der ergänzte: "Niemand muss vor dem Ende der Tour de France etwas unterschreiben." Fothen indes hatte schon vor dem Schreiben, in dem ihm Holczer die Hiobsbotschaft übermittelte, durchblicken lassen, dass für ihn die Große Schleife ein Schaufenster ist. "Selbstverständlich ist die Tour ein großer Arbeitsmarkt. Ich werde versuche, mich durch Leistung zu empfehlen", sagte der Team-Kapitän.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal