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6. Etappe - Tour de France: Ricardo Ricco holt sich ersten Bergsieg

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Fahrer des Tages - Ricardo Ricco  

Die Kobra beißt wieder zu

10.07.2008, 20:11 Uhr | t-online.de

Ricardo Ricco (Foto: dpa)Ricardo Ricco (Foto: dpa) Mit ausgebreiteten Armen fuhr Riccardo Ricco nach seinem Sieg in Super-Besse durch das Ziel und zeigte anschließend immer wieder mit dem Zeigefinger auf sich selbst, nach dem Motto: "Seht her, hier bin ich". An Selbstbewusstsein hat es dem jungen Italiener noch nie gemangelt.

Im Peloton ist der 24-Jährige als Großmaul bekannt, der keine Gelegenheit auslässt, sich mit seinen Fahrerkollegen anzulegen.

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"Man braucht keine Freunde, um ein Rennen zu gewinnen"

"Die anderen Fahrer können mich nicht leiden? Dann haben sie offenbar Angst vor mir!", sagte der Bad Boy unlängst. Selbst sein eigenes Team verschont der Profi aus der Nähe von Modena nicht. Nach seinem grandiosen zweiten Platz beim Giro d'Italia giftete der Sportler mit dem selbsternannten Spitznamen Kobra: "In einer besseren Mannschaft hätte ich gewonnen." Und mit dem in Italien beliebten Filippo Pozzato liegt Ricco seit Jahren im Clinch. Sein Credo: "Man braucht keine Freunde, um ein Rennen zu gewinnen."

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Auffällige Bluttests

Auch der Doping-Verdacht fährt bei Ricco mit. Bereits in seiner Juniorenzeit fiel er mit auffälligen Bluttests auf. Beim Giro 2007 gehörte er zu einer Gruppe von Fahrern, die zu niedrige Hormonwerte hatten. Da passt es ins Bild, dass sein persönlicher Betreuer Roberto Pregnolato wegen einer Doping-Affäre vorbestraft ist.

Heißer Kandidat für das Nachwuchstrikot

Sportlich jedoch gibt es nichts zu meckern. Wie ein ganz Großer schickte Ricco im Finale der ersten Bergankunft bei der diesjährigen Tour de France Routinier Leonardo Piepoli nach vorne, der für mächtig Tempo sorgte. Dann nutzte den günstigsten Moment um - ganz im Stile einer Kobra - blitzschnell zuzuschlagen. Beliebt wird ihn sein Etappensieg sich nicht machen. In der jetzigen Form ist der Jungprofi aber ein heißer Kandidat für das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers. Und vielleicht sogar für mehr...

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