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Beltran positiv auf EPO getestet

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Tour de France 2008  

Beltran positiv auf EPO getestet

11.07.2008, 21:34 Uhr | dpa

Manuel Beltran (re.) wird von der Polizei abgeführt. (Foto: Reuters)Manuel Beltran (re.) wird von der Polizei abgeführt. (Foto: Reuters) Nach einer Woche trügerischer Ruhe hat das Dauer-Thema Doping die Tour de France wieder eingeholt. Der 37-jährige spanische Radprofi Manuel Beltran vom italienischen Liquigas-Team ist vor der 1. Etappe von Brest nach Plumelec in der Bretagne positiv auf das Blutdopingmittel EPO getestet worden.

Das bestätigte nach der in Aurillac zu Ende gegangenen 7. Etappe die für die Kontrollen zuständige französische Anti-Doping-Agentur AFLD. Der Teamchef von Beltran der früher mit dem inzwischen zurückgetretenen Jan Ullrich und dem siebenfachen Toursieger Lance Armstrong zusammen bei Bianchi und US Postal fuhr, wollte sich zu dem Fall nicht äußern.

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Beltran sofort suspendiert, Liquigas darf weiterfahren

Am Freitagabend führten Polizeibeamte Beltran um 20.55 Uhr nach einer Durchsuchung seines Zimmers im von zahlreichen Kamerateams und Journalisten belagerten Liquigas-Hotel in Le Rouget ab. Fast zeitgleich suspendierte der italienische Rennstall den Spanier. Die übrigen Fahrer der Mannschaft dürfen weiter an der Tour teilnehmen, bestätigte der Veranstalter ASO.

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Harte Strafe droht

Zugleich muss das Team keine 100.000 Euro Strafe zahlen, weil Liquigas dem Reglement entsprechend Beltran nach der positiven A-Probe sofort suspendiert hatte. Auf Beltran könnten harte Strafen zukommen: Nach dem verschärften französischen Anti-Doping-Gesetz droht ihm sogar eine Haftstrafe, weil in Frankreich schon der Besitz von Doping-Präparaten strafbar ist.

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Bei 20 Radprofis Unregelmäßigkeiten

Vorher hatte die AFLD bekanntgegeben, dass es bei Routine-Kontrollen vor dem Tour-Start bei "etwa 20 Radprofis Unregelmäßigkeiten" gegeben hatte. "Etwa 20 Fahrer haben leicht erhöhte Ergebnisse, knapp am Grenzwert", sagte Philippe Sagot von der Anti-Doping-Agentur der Nachrichten-Agentur AP. Bei einigen Fahrern sei teilweise der Hämatokritwert, der ein möglicher Indikator für Blutdoping ist, erhöht gewesen.

Fahrer bereits informiert

Zuvor hatte "Le Monde" berichtet, dass bei zehn Fahrern "Unregelmäßigkeiten" festgestellt worden seien. Die dabei ins Visier geratenen Profis, deren Namen noch nicht bekannt sind, waren laut "Le Monde" am Donnerstagabend in ihren Hotels informiert worden. Ob auch der Name des Bergspezialisten Beltran auf der Liste der 20 Fahrer auftaucht, ist nicht bekannt.

Holczer: Habe keine Informationen

Die Teams Milram, Gerolsteiner, CSC-Saxo-Bank, Rabobank und Silence Lotto teilten mit, dass keiner ihrer Fahrer betroffen sei. "Ich habe darüber keine Informationen. Ich höre zum ersten Mal davon", sagte Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer nach dem Start der Etappe von Brioude nach Aurillac.

Ziel-Kontrollen anvisiert

Die Kontrolleure hatten am 3. und 4. Juli vor dem Start in Brest den Hormonstatus und die Blutwerte aller 180 Tour-Teilnehmer getestet. Die Analysen wurden in einem von der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA lizenzierten Labor in Lausanne vorgenommen. Laut "Le Monde" sollen bei den betroffenen Profis jetzt Ziel-Kontrollen vorgenommen werden. Die Informationen seien auch an den Weltverband UCI gegangen, der zum ersten Mal nicht für die Doping-Kontrollen bei der Tour zuständig ist. Die Test-Ergebnisse sollen in den Blutpass der UCI, die vor einigen Wochen bei 23 Fahrern Auffälligkeiten festgestellt hatte, einfließen. Ob es sich teilweise um die selben Profis handelt, ist nicht bekannt.

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