Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Tour de France >

Manuel Beltran fordert "Unschuldsvermutung"

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Doping  

Manuel Beltran fordert "Unschuldsvermutung"

12.07.2008, 13:53 Uhr | dpa

Für Manuel Beltran ist die Tour vorbei. (Foto: AFP)Für Manuel Beltran ist die Tour vorbei. (Foto: AFP) Der bei der Tour de France als Doping-Sünder entlarvte spanische Radprofi Manuel Beltran fordert "Rücksicht und die Unschuldsvermutung, bis das Ergebnis der B-Probe vorliegt". Er wolle nicht, dass auch die Sponsoren und die anderen Teammitglieder durch die Ereignisse Schaden davontragen, sagte der 37-Jährige in einer offiziellen Erklärung, aus der die spanische Sportzeitung "As" zitierte. "Deswegen erwarte ich, dass keine Entscheidungen gegen sie getroffen werden."

Er sei bis 3 Uhr früh in Polizeigewahrsam gewesen, teilte Beltran mit. Er bedauerte zugleich, dass sein Fall die Organisation und die Sponsoren der Tour beschädigen könnte. Er habe zahlreiche Sympathiebekundungen erhalten. "Viele haben mich daran erinnert, dass es immer wieder Fälle gibt, in denen die B-Probe nicht die A-Probe bestätigt", erklärte Beltran.

Foto-Show Beltran wird abgeführt, Razzia bei Liquigas

Doping-Experte Franke "Öffentlicher Volksbetrug"
Erster Dopingfall Positiver EPO-Test bei Manuel Beltran

Keine Doping-Präparate bei Razzia gefunden

Die Polizei hätte bei der Durchsuchung von Beltrans Hotelzimmer keine Doping-Präparate gefunden, sagte ein Sprecher von Beltrans Liquigas-Team vor der achten Etappe im Startort in Figeac. Der 37-Jährige sei über Toulouse zurück in seine spanische Heimat geflogen. Beltran war nach der 1. Etappe von Brest nach Plumelec positiv auf das Blutdopingmittel EPO getestet worden. "Nach der Rückkehr des Dopings ist die Tour am Überkochen", titelte "Le Figaro". Sollte auch die B-Probe positiv ausfallen, droht ihm eine zweijährige Sperre und die Kündigung bei seinem Arbeitgeber Liquigas, der Beltran bereits vorläufig suspendiert hat.

Zum Durchklicken Dopingfälle bei der Tour

Tour-Direktor klopft sich auf die Schulter

Tour-Direktor Christian Prudhomme sieht in der positiven A-Probe des Spaniers einen Beweis, dass das neu installierte Kontroll-System unter Federführung der nationalen Anti-Doping-Agentur AFLD bei der 95. Frankreich-Rundfahrt funktioniert. "Die Tests waren effektiv und die AFLD arbeitet unabhängig", sagte Prudhomme vor dem Start der 8. Etappe in Figeac. In einem nur 20 Sekunden kurzen Statement bedauerte der Franzose im Nieselregen, dass nach den beiden Skandal-Rundfahrten 2006 und 2007 auch in diesem Jahr das Thema Doping wieder auf der Agenda des Rad-Klassikers stehe.

8. Etappe Doppelsieg für Columbia

Wegmanns Tour-Tagebuch Hartes Stück Arbeit
Im Überblick Die neue Gesamtwertung
Zum Durchklicken Die Bilder der 8. Etappe

Liquigas droht der Vuelta-Ausschluss

Vuelta-Direktor Victor Cordero kündigte laut "L'Équipe" unterdessen an, dass der Liquigas-Rennstall bei Bestätigung der positiven A-Probe von Beltran bei der am 30. August beginnenden Spanien-Rundfahrt nicht erwünscht sei. Liquigas hatte lange vor der Tour mit der Verpflichtung des wegen Dopings noch gesperrten Italieners Ivan Basso für 2009 eine umstrittene Neuverpflichtung getätigt. Basso war zusammen mit Jan Ullrich vor der Tour 2006 wegen Doping-Verdachts aus dem Verkehr gezogen worden.

Luis Leon Sanchez Sieg für den toten Bruder
Prominenter Ausfall Moreau gibt auf
Team Rabobank Freire verlängert bis 2010

"L'Equipe" verdächtigt Riccardo Ricco

Die "L'Équipe" schrieb von "fünf Fahrern", deren Hormonspiegel und Blutbilder erhebliche Auffälligkeiten aufwiesen. Die französische Sportzeitung, die im Verlag des Tour-Veranstalters ASO erscheint, äußerte in diesem Zusammenhang auch einen Doping-Verdacht gegen den Italiener Riccardo Ricco, der am Freitag die 7. Etappe in Super-Besse gewonnen hat. Allerdings könnten seine markanten Werte natürlichen Ursprungs und damit durch die Angaben in seinem Gesundheitspass gedeckt sein. Am Freitagabend hatte die AFLD mitgeteilt, dass es bei "etwa 20 Profis" Test-Ergebnisse nahe am Grenzwert gegeben habe.

37-jähriger Beltran vor Karriereende

Der 37-jährige Beltran steht vor dem Ende seine wechselvollen Karriere. Der Routinier ist als vierter früherer Edel-Helfer des Tour-Rekordsiegers Lance Armstrong als Dopingsünder überführt worden. Zuvor waren bereits die Amerikaner Tyler Hamilton und Floyd Landis (bis zu seiner Sperre Toursieger 2006) sowie der Spanier Roberta Heras positiv getestet worden. Der Berg-Spezialist Beltran füllte die Rolle des perfekten Helfers auch schon 2003 im Coast-Team für Ullrich aus. In den Mannschaften US Postal und Discovery Channel war Triki Beltran an vier der sieben Armstrong-Siege beteiligt.

Überblick Alle deutschen Etappensieger
Überblick Alle deutschen Fahrer im Gelben Trikot
Überblick Alle Sieger des Grünen Trikots

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal