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9. Etappe - Tour de France: Lang geschlagen - Ricco holt sich zweiten Tagessieg

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9. Etappe  

Lang geschlagen - Ricco holt sich zweiten Tagessieg

13.07.2008, 16:16 Uhr

Riccardo Ricco gewinnt die 9. Etappe (Foto: Reuters)Riccardo Ricco gewinnt die 9. Etappe (Foto: Reuters) Sebastian Lang vom Team Gerolsteiner hat den Sieg auf der ersten Hochgebirgsetappe der Tour de France knapp verpasst. Auf dem 224 Kilometer langen Pyrenäen-Teilstück von Toulouse nach Bagnères de Bigorre führte der Deutsche lange das Rennen an, wurde aber kurz vor der letzten Bergwertung am Col d'Aspin vom Italiener Riccardo Ricco gestellt.

Nach 5:39:28 Stunden lag Ricco 1:04 Minuten vor dem Russen Wladimir Efimkin. Christian Knees vom Team Milram kam auf Platz fünf. Der Luxemburger Kim Kirchen bleibt im Gelben Trikot des Spitzenreiters.

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Schumacher büßt Zeit ein

Stefan Schumacher vom Team Gerolsteiner verlor hingegen Zeit auf seine Konkurrenten und fiel im Gesamtklassement von Platz drei auf Rang vier zurück. Kirchen liegt weiter sechs Sekunden vor dem Australier Cadel Evans. Neuer Dritter ist Christian Vandevelde (USA) mit einem Rückstand von 44 Sekunden. Schumacher liegt 56 Sekunden zurück.

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Lang: "Schade, dass es nicht gereicht hat"

Der knapp 60 Kilogramm Ricco, dessen Blutwerte nach Informationen der "L'Équipe" erhebliche Auffälligkeiten aufwiesen, rettete als Solosieger 1:17 Minuten vor dem Hauptfeld ins Ziel. Er hatte seine Flucht knapp 28 Kilometer vor dem Ziel begonnen. Bei seinem bemerkenswerten Husarenritt hatte der diesjährige Zweite des Giro d'Italia den Zeitfahr-Spezialisten Sebastian Lang aus dem Gerolsteiner-Team einen Kilometer vor dem Gipfel des letzten Anstiegs überholt. Der Erfurter hatte sich auch als kletterfest entpuppt und fuhr nach seiner knapp 30 Kilometer nach dem Start initiierten Attacke am Tagessieg und Bergtrikot nur knapp vorbei. "Schade, dass es nicht gereicht hat. Das ärgert mich ganz schön", sagte Lang.

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Schrecksekunde für Cadel Evans

Cadel Evans (li.) wird von Tour-Arzt Gerard Porte behandelt. (Foto: Reuters)Cadel Evans (li.) wird von Tour-Arzt Gerard Porte behandelt. (Foto: Reuters) Der Ausgang der 9. Etappe in Bagnères de Bigorre änderte unter den Favoriten nichts im Gesamtklassement. Der 30-jährige Kirchen verteidigte sein Gelbes Trikot mit sechs Sekunden Vorsprung vor dem Australier Cadel Evans, der einen Sturz mit heftigen Abschürfungen verdauen musste.


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Kurz vor dem Aspin wird Lang eingeholt

Vor der ersten Sprintwertung nach 29,5 Kilometern hatte sich eine dreiköpfige Spitzengruppe mit Lang, Alexander Kuschinski (Bulgarien) und Nicolas Jalabert (Frankreich) gebildet. Zeitweise hatten die Ausreißer über zehn Minuten Vorsprung vor dem Hauptfeld, in dem die Topfahrer offensichtlich vor allem die Pyrenäen-Etappe nach Hautacam am nächsten Tag im Kopf hatten. Über den Gipfel des Peyresourde auf 1569 Metern Höhe fuhr Lang mit 5:32 Minuten Vorsprung auf das Feld alleine. Kurz vor dem Gipfel hatte er sich von seinen Begleitern getrennt. Einen Kilometer vor dem Gipfel des Aspin 30 Kilometer später passierte ihn Ricco, der sich vom Feld mit einem Turbo-Antritt abgesetzt hatte.

Überblick Alle deutschen Etappensieger
Überblick Alle deutschen Fahrer im Gelben Trikot

Angeschlagene Tour-Favoriten

Etwa auf halber Strecke hatte Evans in einer Kurve bergab einen folgenschweren Sturz erlitten. Der Australier, der vor vier Jahren von seinem damaligen Teamchef Walter Godefroot zu T-Mobile-Zeiten wegen angeblich zu unsicherer Fahrweise für nicht Tour-würdig befunden wurde, verletzte sich am Ellenbogen, am Knie und an der Hüfte. Am Arm blutete er, seine Rennhose war zerfetzt. Aber offensichtlich erlitt Evans nur oberflächliche Blessuren, die er beim mobilen Tourarzt Gerard Porte ("nichts Ernstes") behandeln ließ. Alejandro Valverde, der in den ersten Tourtagen gestürzt war, musste sich ebenfalls kurz versorgen lassen.

Schlagabtausch auf dem Weg nach Hautacam

Richtig zur Sache unter den Tour-Favoriten dürfte es in den Pyrenäen erst auf der 10. Etappe zugehen, wenn das Ziel der 10. Etappe in Hautacam auf 1520 Metern Höhe liegt. Dort hatte 1996 Toursieger Bjarne Riis, bei der Tour 2008 Chef des CSC-Saxo-Teams, die Etappe gewonnen. Der letzte Hautacam-Sieger Javier Otxoa aus Spanien, der bei einem Trainingsunfall seinen Zwillingsbruder Riccardo verlor und selbst so schwere Verletzungen erlitt, dass er heute nur noch eingeschränkt leben kann, nimmt dort am Montag die Siegerehrung vor.

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