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15. Etappe - Tour de France: Frank Schleck erobert das Gelbe Trikot

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15. Etappe  

Schleck erobert das Gelbe Trikot

20.07.2008, 18:52 Uhr | dpa

Frank Schleck im Gelben Trikot (Foto: Reuters)Frank Schleck im Gelben Trikot (Foto: Reuters) Beim Abstecher auf der 15. Etappe nach Italien hat sich der Luxemburger Frank Schleck erstmals das Gelbe Trikot bei der diesjährigen Tour de France übergestreift. Am großen Tag des Gerolsteiner-Profis Bernhard Kohl, der bester Kletterer der Favoriten war, reichte dem CSC-Profi auf der ersten Alpenetappe über 183 Kilometer der neunte Platz, um den schwächelnden Australier Cadel Evans um acht Sekunden vom Spitzenplatz zu verdrängen.

Schlecks härtester Verfolger ist vor dem Ruhetag in Cuneo der Österreicher Kohl mit sieben Sekunden Rückstand. Eine Solidaritätsaktion des Pelotons nach einem Horror-Sturz des 2006er-Tour-Siegers Oscar Pereiro hatte einer Ausreißergruppe die Chance zum Sieg beschert, die der Australier Simon Gerrans auf der 1440 Meter hohen Skistation Prato Nevoso vor dem Spanier Egoi Martinez und Danny Pate (USA) nutzte.

Im Video Schleck hängt Evans ab

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Zum Durchklicken Die Bilder der 15. Etappe
Live-Ticker zum Nachlesen Die 15. Etappe

Kohl stürmt ins Bergtrikot

Zu Beginn der "Tour der Schmerzen", wie Milram-Fahrer Erik Zabel die anstehenden Alpenprüfungen nannte, demonstrierte Kohl im Ausscheidungsrennen der Kapitäne seine Klasse. Am 11,4 Kilometer langen und 6,9 Prozent steilen Schlussanstieg überschlugen sich in der hektischen Endphase auf regennasser Fahrbahn die Ereignisse: Der attackierende Russe Denis Mentschow stürzte, doch er fand sofort wieder Anschluss an die anderen acht verbliebenen Topfahrer. Dann griff Kohl an und kam entscheidend weg. Der 26-Jährige übernahm nach seiner Berg-Gala von seinem Gerolsteiner-Kollegen Sebastian Lang das Bergtrikot.

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Pereiro erleidet Schulterbruch

Am ersten Anstieg des Tages waren alle Spitzenfahrer noch zusammen. Rund zwölf Minuten hinter den vier Ausreißern erreichte das Peloton den 2744 Meter hohen Col Agnel, Kohl kam als Sechster auf dem Gipfel an und sammelte Punkte für das gepunktete Trikot. Einen schlimmen Crash auf der Abfahrt musste Pereiro überstehen. Der Spanier krachte in die Leitplanke, flog meterweit durch die Luft auf die darunterliegende Straße und wurde mit einem Schulterbruch ins Krankenhaus gebracht.

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Ausreißer kommen bis auf 17 Minuten weg

Da das Feld aus Respekt vor Pereiro die Fahrt verlangsamte und es wenig später zu einem weiteren Sturz kam, vergrößerte sich der Vorsprung der Ausreißer auf mehr als 17 Minuten, der im Ziel nach 4:50:44 Stunden und enormer Tempoarbeit von Frank Schlecks überragendem CSC-Team noch wenige Minuten betrug.

Von Beginn an vorne

Schon kurz nach dem Start im französischen Embrun hatte sich das in der Gesamtwertung bedeutungslose Quartett bestehend aus den Spaniern Egoi Martinez, Jose Luis Arrieta, dem Australier Gerrans und Pate abgesetzt. Wie sich nach dem Pereiro-Sturz zeigen sollte, eine lohnenswerte Entscheidung.

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